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  • DE-90461 Nürnberg, DE-90592 Schwarzenbruck
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-206089)

Tiroler Straße


  • Preisgruppe Zuschlag Nach Überarbeitung

    Lageplan 1:500, © huber staudt architekten bda / LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla

    Landschaftsarchitekten
    LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: huber staudt architekten bda, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen vier Baukörper vor, die einen zentralen Innenhof rahmen, der maßstäblich gut gelungen ist und die Topographie feinfühlig ausnutzt. Die Ausrichtung der Baukörper bezieht sich auf die städtebauliche Struktur der nördlich angrenzenden
    Großbauten. Die Erweiterung nach Norden ist aus diesem Kontext heraus schlüssig nachgewiesen, jedoch entstehen hierbei leider zufällig erscheinende, schlecht nutzbare
    Restflächen an den Rändern, deren Funktionalität fraglich ist. Dies gilt insbesondere für die Freifläche der Muschelkinderschule. Städtebaulich zu begrüßen ist die strukturelle
    Einbindung des bestehenden Kita-Gebäudes mit den gut nutzbaren Freiflächen der neuen Interims-Kindertagesstätte, die gut angeordnet und übersichtlich erschlossen ist.

    So ausgewogen und angemessen der zentrale Platz erscheint, ist doch die Gestaltung der Freiflächen unzureichend ausformuliert. Für die Platzbildung ist der Baukörper der
    Kindertagesstätte des Ideenteils unerlässlich.

    Die äußere Erschließung ist in Bezug auf die Anbindung der Straßenbahn und die Lage der Tiefgaragenrampe nicht optimal. Der Hauptzugang von Süden ist einladend, die Zuordnung der Hauptzugänge der einzelnen Baukörper vom zentralen Platz gut gelöst und lässt eine erwünschte Adressbildung erwarten. Auch die notwendige Barrierefreiheit im Zusammenhang mit der schwierigen Topographie scheint gelöst. An der Ingolstädter Straße fehlt ein Radweg.

    Die Grundrisse sind klar strukturiert, durch die Anordnung der etwas knappen Innenhöfe, die sich zu den großzügigen Eingangsbereichen öffnen, ist die Raumbelichtung gut gelöst. Allerdings erscheint die gemeinsame Anordnung von Wohngruppe und Clearingstelle um einen gemeinsamen Innenhof nicht unproblematisch. Die Anordnung der Verwaltung bei der Schule für Muschelkinder wäre im Erdgeschoss wünschenswert, erscheint aber auch im Obergeschoss möglich. Gut gelungen ist die Kombination der Klassenräume, Therapie- und Gruppeneinheiten, die Lage des Behinderten-WC´s ist ungünstig. Die Anordnung der Förderstätte an der Schule der Muschelkinder verspricht Synergien, jedoch wird es durch die beabsichtigte abschnittsweise Realisierung zu Beeinträchtigungen im Betrieb kommen.

    Die Fassadengestaltung ist funktional, eine stärkere Differenzierung in Bezug auf die
    unterschiedlichen Nutzungen wäre allerdings wünschenswert. Zur Vermeidung eines
    monotonen, schematischen Erscheinungsbildes müsste Wert auf eine angemessene und
    sensible Oberflächengestaltung gelegt werden. Gut gelungen ist die Gestaltung der
    Eingangsbereiche mit den eingezogenen Erdgeschossbereichen.

    Die kompakte Bauform, die einfache konstruktive Struktur und der intelligente Umgang mit der vorhandenen Topographie lässt eine wirtschaftliche Realisierung erwarten.