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  • DE-79395 Neuenburg am Rhein, DE-79395 Neuenburg am Rhein
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-202016)

Areal Kronenrain


  • 2. Preis


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    Architekten
    Spiecker Sautter Lauer Dipl.-Ing. Architekten, Freiburg (DE)

    Mitarbeit
    Inmaculada Gil Esteban, Max Ullrich, Laura Morán Piles

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Krause Landschaftsarchitekten, Freiburg (DE)
    Bauingenieure: Mohnke I Höss Bauingenieure, Freiburg (DE)

    Preisgeld
    22.500 EUR

    Erläuterungstext
    STÄDTEBAULICHE NEUORDNUNG

    Im Zuge der Planung einer neuen Parkgarage entsteht im Bereich des Kronenrains eine neue Topografie und damit auch die Chance, der Stadt Neuenburg am Rhein wieder ihre vor langer Zeit verloren gegangene Stadtkante zurückzugeben. Im Zuge der Neuordnung des Areals wird eine neue Silhouette aus giebelständigen Häusern ausgebildet, die einen klar umrissenen Abschluss der bisherigen undefinierten Baustruktur schafft. Diese arrondierende Bebauung tangiert das Parkhaus nicht und kann daher unabhängig von diesem realisiert werden.
    Die Dachlandschaft des Parkhauses liegt auf Höhe des bestehenden Stadtniveaus, so dass zukünftig die Stadt bis zur L 378 entwickelt werden kann. Es entsteht ein Areal aus neuen Gebäuden und hochwertigen Freiräumen, die den Besucher in Richtung Naturraum und LGS-Gelände führen.

    FREIRAUM

    Schulgasse, Rheinstraße und Münstergasse bilden von der Stadt kommend den Auftakt in das Bearbeitungsgebiet, sie dienen als Erschließungswege in Richtung Westen. Die Münstergasse/Metzgergasse wird als direkte Verbindungsachse zwischen Marktplatz und Parkhaus / Landesgartenschaugelände ausformuliert. Zwischen Münstergasse und Rheinstraße spannt sich der neu entstehende Münsterplatz, beide Gassen erhalten hierdurch eine besondere Bedeutung, die sich auch in der Wahl der Oberflächen wiederspiegelt. Beginnend an der Breisacher Strasse führt ein Teppich aus Natursteinpflaster nach Westen. Im gleichen Material öffnet sich der Münsterplatz, der den Blick in Richtung Westen in die Natur freigibt.
    Der Münsterplatz erhält eine der Stadt Neuenburg am Rhein angemessene Proportion, die Gestaltungselemente geben dem Platz ein dem Charakter des Markgräflerlandes entsprechendes heiteres südländisches Flair.
    Drei großzügige blühende Pflanzinseln, während der LGS mit Wechselflor bepflanzbar, gliedern die Platzfläche, ein Baumdach aus blühenden Zieräpfeln, Zitat der Streuobstwiesen des Markgräflerlandes, bieten dem Besucher einerseits Schattenbereiche, zum Anderen wirken die Bäume aber auch als atmosphärischer Filter zur L 378. Die entsprechend aufgeasteten Kronen behindern den Blick in die Weite nicht.
    Über eine weich verlaufende Freitreppenanlage mit eingeschnittener behindertengerechter Rampe erreicht man das tieferliegende Niveau an der Parkhauskante. Es führt in einem sich teilenden Bogen vom Kreisverkehr Breisacher Straße bis zur Schulgasse einerseits, in elegantem Schwung über die L 378 in den Wuhrlochpark andererseits. Die neu entstehende Brücke am Kronenrain schafft somit den bislang fehlenden barrierefreien Zugang von der Stadt in den neuen hochwertig ausgestalteten parkartigen Naturraum, der sich zukünftig bis zum Rhein erstrecken wird.

    PARKHAUS

    Das Parkhaus ist auf effiziente Weise aus halbgeschossig versetzten Ebenen aufgebaut, so dass die Auf- und Abfahrtsrampen platzsparend in die Parkreihen integriert werden können. Die Einfahrt erfolgt vom Kronenrain auf der zweitobersten Ebene, die Ausfahrt in den Kreisverkehr aus der untersten. Die 45 zusätzlichen Stellplätze im Parkhaus sind für die Bewohner und Nutzer der arrondie-renden Bebauung vorgesehen. Die beiden Treppenaufgänge zum Münsterplatz führen den Besucher auf direktem Weg durch das neue Quartier in die Stadt bzw. zum LGS-Gelände.
    Die Fassade zum Verkehrsraum wird als tragende Stahlbetonwand mit bogenförmigen Öffnungen ausgeführt; eine licht- und luftdurchlässige Füllung der Öffnungen aus durchbrochenem Mauerwerk sorgt für eine schimmernde Nachtansicht und die gewünschte natürliche Belüftung des Parkhauses in Verbindung mit Luftöffnungen im östlichen Bereich.
    Das innere Tragwerk des Parkhauses besteht aus punktförmig gestützten Flachdeckensystemen mit statisch optimierter Stützenstellung. Die Aussteifung erfolgt über die Treppenhauskerne und Außenwände.
    Die Bauweise des Parkhauses ist sehr kompakt, um der Auflast gerecht zu werden, welche die Nutzung und Gestaltung des darüber liegenden Münsterplatzes bedingt.
    Brücke und Rampe entwickeln sich auf wirtschaftliche Weise konstruktiv als massive Bogenkonstruktion aus der zweigeschossigen Außenwand des Parkhauses und schaffen eine fließende und schlüssige Verbindung zwischen Stadt(terrasse) und dem Landesgartenschaugelände. Das Kassenhäuschen mit dem Eingang befindet sich westseitig auf der Brücke, ein Aufzug, eine Treppenanlage und die Fahrradrampe führen nach unten in den Wuhrlochpark

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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