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  • DE-12489 Berlin, DE-13055 Berlin
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-213466)

Wohnen am Campus II


  • Anerkennung

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stefan Jäckel

    Mitarbeit
    Maximilian Schob

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: O&O Baukunst, Berlin (DE), Köln (DE), Wien (AT)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Entwurfsleitender Gedanke des städtebaulichen Konzepts ist der Erhalt des Kiefernwäldchens. Dieser Freiraum wird mit einem lärmrobusten Städtebau abgeschirmt. Das Wettbewerbsgrundstück wird nahezu vollständig eingefasst durch eine sechsgeschossige Blockrandbebauung, deren Fassade gegliedert ist. Zur Straßenbahnlinie hin löst sich der Blockrand in Einzelbaukörper auf, die übereck angeordnet sind. Das Thema der Einzelbaukörper wird in fragwürdiger Setzung am Alexander-von- Humboldt-Weg wieder aufgenommen.

    Die Konzentration des Entwurfs auf wenige aber kraftvolle landschafsarchitektonische Motive überzeugt die Jury. Dies unterstützt die gewünschte Adressbildung im neuen Quartier. Die Verknüpfung der inneren Freiräume mit der Umgebung ist überzeugend entwickelt.

    Den wohnungsnahen Freiräumen im Westen des Areals müsste mehr nutzbare Fläche zukommen. Das Motiv des Kiefernwaldes verspricht ein hohes Identifikationspotential, allerdings wird die Baumwahl von der Jury kritisch gesehen. Ein hainartige Baumpflanzung wäre hier jedoch gut denkbar. Den Verfassern gelingt es, eine städtebauliche Figur zu entwickeln, die eine adäquate Antwort auf das dreiseitig verlärmte Grundstück bietet. In der Grundrisskonzeption offenbaren sich jedoch einige Schwächen im Umgang mit dem Lärm, die die rechtliche Bewältigung im B-Plan-Verfahren schwierig erscheinen lassen.

    Die Entwurfsverfasser schlagen eine vorgelagerte, zweite Erschließungsstraße vor, an der entlang teils in Senkrecht- und teils in Queraufstellung die Stellplätze angeordnet sind. Dieses Abrücken führt zu einer undifferenzierten und ungestalteten "Vorgarten"-Zone. Obgleich die Jury hier Möglichkeiten der Optimierung sieht, stellt dieses Entwurfsmerkmal eine Schwäche dar. Die Wohngebäude überzeugen durch eine sehr effiziente Erschließung. Die Grundrisse sind einfach und überraschungslos. Die architektonische Idee lässt sich anhand der vorgelegten Visualisierung bedauerlicherweise gar nicht bewerten. Insgesamt handelt es sich um einen konventionellen Entwurf, der in sich stimmig ist, aber keine herausragende Idee anbietet.