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  • DE-81249 München, DE-81669 München
  • 03/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-209785)

Wohngebäude in Freiham WA 7 und WA 8


  • Engere Wahl

    © LAUX Architekten / MAIER NEUBERGER Architekten / terra.nova landschaftsarchitektur

    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Roman Pröll

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LAUX ARCHITEKTEN GMBH, München (DE)
    Modellbauer: modellwerkstatt reinhold fischer, München (DE)
    Architekten: MAIER.NEUBERGER.ARCHITEKTEN GmbH, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt durch seine räumlich gut proportionierte Gesamtkomposition. Die Verfasser vertreten einen ganzheitlichen Entwurfsansatz und verstehen WA 7 und WA 8 als eine übergreifende Aufgabe. Sie schaffen große zusammengehörende Baukörper mit einer zerklüfteten Erscheinung. Mit dieser Haltung widersprechen sie dem städtebaulichen Grundansatz eines aus Einzelkörpern komponierten Stadtgefüges. Dies wird von der Jury kritisch bewertet.
    Die Gesamtkubatur des Entwurfs ist solide. Die Gebäudehülle wird vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit positiv bewertet.
    Das selbstverständlich angeordnete Nebeneinander von Stadtteilbibliothek, Stadtteilkulturzentrum, KITA und Familienberatungszentrum im Erdgeschoss von WA 7 lässt eine lebendige, gut funktionierende Atmosphäre sowohl im öffentlichen Straßenraum, als auch im Innenhof erwarten. Das Wohnungsangebot erfüllt nicht die Anforderungen, die Wohnungen sind gemessen an der Bewohnerzahl zu groß, kleine Wohnungen sind unterrepräsentiert. Das Bürgerheim ist funktional, voll barrierefrei, wirkt aber mit seiner an der Aubinger Allee angeordneten Laubengangerschließung abweisend. Das Überangebot an kleinteiligen Gemeinschaftsräumen an der Hofseite wirkt sich nachteilig auf die Wirtschaftlichkeit aus.
    Auf die Lärmbelastung an der Aubinger Allee wird ausreichend reagiert. Ungünstig ist zu bewerten, dass ein Teil der KITA Gruppenräume an der lärmenden Aubinger Allee liegt.
    Die Verknüpfung der Grundrisse mit den Freiflächen ist gelungen, sowohl mit den öffentlichen Alleeräumen, als auch mit den Innenhofbereichen. In den Freiräumen liegt die Stärke des Entwurfes. Sie wirken richtig dimensioniert, gut angeordnet und insgesamt stimmig.
    Der Brandschutz ist nicht vollständig gelöst, der dargestellte zweite Rettungsweg im WA 8 funktioniert in der dargestellten Form nicht. Im WA 7 bietet der Entwurf jedoch durchgängig einen zweiten baulichen Rettungsweg an.
    Schlussendlich stellt sich die Frage, ob die guten Freiräume es vermögen, die Defizite in der Entwurfshaltung und dem Wohnungsangebot aufzuwiegen.