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  • DE-87600 Kaufbeuren, DE-87600 Kaufbeuren
  • 03/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-207095)

Erweiterung und Sanierung Feuerwehrgerätehaus


  • Anerkennung

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Planungsgruppe Gestering | Knipping, Bremen (DE), Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)
    Landschaftsarchitekten: LAND Germany GmbH, Düsseldorf (DE), Mailand (IT)

    Preisgeld
    3.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Arbeit gelingt mit Anordnung eines langestreckten, dreigeschossigen Baukörpers an der Neugablonzer Straße eine wirkungsvolle Fassung des Straßenraumes und ein stadträumliches Gegengewicht zum gegenüberliegenden Parkhaus. Mit der Aufteilung der Nutzungen um einen dreiseitig von Gebäudeteilen umschlossenen Hof wird eine angemessene Verteilung der Baumassen im Stadtgrundriss erreicht.

    Mit der gewählten Aufteilung der Fahrzeugstellplätze auf getrennte Baukörper und der Staffelung der Geschosse entstünde eine angenehme Gliederung der. Die Fassaden ließen in der dargestellten Ausformung und Materialität eine hohe Qualität erwarten.

    Die Umsetzung der aufgezeigten Bauabschnitte, mit der Notwendigkeit die Ausfahrtrichtung aus der zunächst erhaltenen Fahrzeughalle zu ändern, lässt sowohl Schwierigkeiten in den Funktionsabläufen erwarten als auch kostenintensive Provisorien.

    Mit der Anordnung der Gebäude in einer aufgeweiteten U-Form wird ein gut proportionierter Feuerwehrhof gebildet. Dieser lässt eine gute Nutzbarkeit sowohl im Alarm wie auch im Übungsfall erwarten. Der Schlauchturm ist gut anleiterbar. Die Stellplätze im Nordosten sind sinnvoll angeordnet und begrünt. Die Intensität der baulichen Nutzung lässt keine weiteren Freiräume zu.

    Die zweifache Erschließung im Alarmfall von der Gutenbergstraße im Süden und der Neugablonzer Straße im Nordwesten ist positiv, ebenso die Anordnung der Stellplätze im Nordosten. Kritisch muss die Zusammenlegung der Alarmausfahrt mit dem privaten Fahrtrecht zur Neugablonzer Straße bewertet werden. Die Anordnung von Schlauchlager- und wäsche im Keller bzw. Werkstatt im 1. Obergeschoss ist nicht optimal. Die Lage der Umkleidekabinen im Nordwesten kann lediglich für die Stellplätze im Gebäudeteil an der Neugablonzer Straße als gut gewählt gelten, der Weg zum östlichen Gebäudeteil und den dortigen Stellplätzen ist weit.

    Die üppig bemessenen Nutzflächen lassen höhere Bau- und Unterhaltskosten erwarten. Auch der geplante Bauablauf mit der notwendigen Schaffung von Provisorien am Bestandsbau bedingt höhere Kosten.

    Aufgrund des geringen Anteils erhaltener Bausubstanz wird dem Ziel der Nachhaltigkeit nur in geringem Umfang Rechnung getragen. Die sehr groß bemessene Nutzfläche schlägt sich negativ in der Energiebilanz nieder.