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  • DE-10318 Berlin, DE-10360 Berlin
  • 03/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-211222)

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Grundschule


  • 1. Preis

    Modell M 1:500

    Architekten
    AFF Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: POLA, Berlin (DE), Hamburg (DE)
    Bauingenieure: BBS Ingenieurbüro Gronau + Partner, Weimar (DE)

    Preisgeld
    18.400 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Baukörper der Schulerweiterung wird in überzeugender Weise als drei- bis viergeschossiger Anbau an den bestehenden Nebenraumtrakt angeschlossen. Dadurch werden selbstverständlich gegliederte und gut proportionierte Freiräume definiert, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten entwickelt und überzeugend ausgestaltet werden.

    Die Erweiterung überzeugt durch eine gute Verteilung der Baumasse bei vergleichsweise geringen Veränderungen des Bestandsgebäudes. Sie behält die Geschossigkeit des Bestandes bei und ergänzt diesen mit einer eigenen Form- und Materialsprache. Der Entwurf besticht durch eine konsequente und zugleich sensible Durcharbeitung. Diese zeigt sich insbesondere in der gelungenen Maßstäblichkeit des Erweiterungsgebäudes sowie in der geschickten Erschließung und inneren Organisation.

    Die horizontal gegliederte Ziegelfassade lehnt sich an die Maßstäblichkeit des Bestandes an, betont dabei zugleich selbstbewusst den Charakter des Neuen und stellt dadurch sicher, dass weder Bestand noch Neubau als Anhängsel des anderen gelesen werden. Proportion und Anordnung der Fenster und die vorgeschlagenen Raumzuschnitte lassen eine natürliche Belüftung und Belichtung in idealer Weise umsetzbar erscheinen.

    Der bestehende Hauptzugang wird als ‚Schulstraße‘ konsequent in die Tiefe des Neubaus entwickelt und stellt dadurch eine klare Beziehung zum Pausenhof her. Ein südlich gelegener, zusätzlicher Zugang verknüpft diese Schulstraße und das Foyer auf selbstverständliche Art mit den südlich vorgelagerten Freibereichen. Die Schulstraße vermittelt zudem zwischen den unterschiedlichen Höhenniveaus von Bestand und Neubau.

    Funktionale Verteilung und Grundrissorganisation überzeugen. Die Mensa wird nachvollziehbar zum Pausenhof orientiert, Küche und Anlieferung sind gut gelöst, die Verwaltungsräume sind an der Schulstraße ideal angeordnet. Die Obergeschosse bestechen durch eine geschickte polygonale Organisation und lassen, insbesondere auch durch eine natürliche Belichtung der Flurbereiche und vielfältige Ausblicksmöglichkeiten, eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten.

    Der Entwurf lässt eine wirtschaftliche Errichtung zu und verspricht mit bewährter Konstruktion und langlebigen Materialien einen dauerhaften Betrieb. Insbesondere der minimale Eingriff in die Struktur des Bestandsgebäudes trägt zur Wirtschaftlichkeit und zu geringstmöglichen Störungen des Schulbetriebes bei.

    Das Sporthallenvolumen wird in einen massiven, mit einer Ziegelfassade die Materialität des Schulneubaus fortschreibenden Sockel und einen aufgesetzten verglasten Hallenkörper gegliedert.

    Die kurze Seite der Sporthalle orientiert sich zur Zwieseler Straße und nimmt die Bauflucht der benachbarten Wohnhäuser auf.

    Ein gemeinsames Foyer für Schüler und externe Nutzer ist günstig an der südwestlichen Gebäudeecke angeordnet. In der dargestellten Form kann das Foyer jedoch der Nutzung durch zwei verschiedene, aus entgegensetzten Richtungen kommenden Nutzergruppen nicht gerecht werden. Die Lage der Umkleiden- und Waschräume ermöglicht eine natürliche Belüftung und Belichtung.