loading
  • DE-10318 Berlin, DE-10360 Berlin
  • 03/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-211222)

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Grundschule


  • Anerkennung

    Anerkennung - Lageplan, © DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

    Landschaftsarchitekten
    DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Halle/Saale (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Därr

    Mitarbeit
    Franziska Krüger

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Schulz und Schulz, Leipzig (DE)

    Erläuterungstext
    Freiraumkonzept

    Die bauliche Erweiterung der Lew-Tolstoi-Schule sowie der Neubau der Sporthalle eröffnet die Chance den Freiraum des Gesamtgeländes neu zu strukturieren und einen neuen, identitätsstiftenden Charakter zu verleihen. Zielstellung ist, die umgebenden Infrastrukturen weitestgehend zu erhalten und der Schule eine Adresse am „Römerweg“ zu geben. Großzügige, barrierefreie Haupt- und Nebenzugänge im Westen des Grundstücks kombiniert mit Fahrrad-, PKW- und Müllstellplätzen, verlaufen durch Foyer und Toranlage, fungieren als Filter und münden östlich der Schulerweiterung in einen zentralen Platz, dem Pausenhof. Dieser spannt sich in Nord-Süd-Richtung auf und eröffnet die Möglichkeiten differenzierte Spielangebote und Bewegungszonen auszubilden. Dabei ist es wichtig, dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden. Deshalb gilt es Zonen unterschiedlichster Materialität und Raumdichte auszubilden, die dem Spielerleben gerecht werden. Auf dem 3700 qm großen Pausenraum entstehen verschiedene Aktivzonen wie die Kletterwiese, der Hartplatz, die Ballspielzone und die Balancierwiese unter der großen Eiche. Diese bewegungsintensiven Bereiche stehen im Einklang mit Ruhezonen südlich des Schulgebäudes. Eine Zone der Selbstfindung und Besonnenheit untermalt mit den Funktionsbereichen, Obstwiese, Gemüsegarten, Schaukelgarten und die Teewiese, bildet sich im siedlungsnahen Bereich aus und ist bewusst vom Pausenhof abgegrenzt und separat nutzbar.

    Ein zentraler Treffpunkt auf dem Schulplatz bildet die Mensaterrasse. Diese ist gegenüber der gesamten Platzsituation um 40 cm erhöht. So entsteht gleichzeitig eine Funktionstrennung Bewegung und Essen sowie eine Bühnen für Feste und Veranstaltungen.

    Durch eine architektonisch-lineare Gestaltungssprache und die Ausbildung klarer Kanten, entsteht eine übersichtliche Pausenfläche mit hoher Aufenthaltsqualität, die in östliche Richtung harmonisch in die klar strukturieren Sportflächen fließt. Zwischen der Bestandssporthalle und dem Sporthallenneubau spannen sich das Spielfeld, die Laufbahnen, die Weitsprunganlage sowie die Gymnastikwiese. Aufenthalts- und Sammelzonen für den Sportbetrieb werden gezielt durch Bänke kombiniert mit Baumsetzungen definiert.

    Um jeden der einzelnen Räume auf dem Schulgrundstück möglichst viel Schatten zu verleihen wird eine Vielzahl vorhandener Bäume erhalten und gezielt durch Bäume einheimischer Herkunft ergänzt. Dicht bewachsene und baumfreie Bereiche entstehen und verleihen so dem Raum eine spannungsvolle Wirkung.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.