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  • Anerkennung

    NAK Architekten (Visualisierung Davide Abbonacci)

    Architekten
    Numrich Albrecht Klumpp Architekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Preisgeld
    4.300 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf nimmt als 3 geschossiger, monolithischer Block die Bauflucht des ERC am Lindenberger Weg selbstbewusst auf und bildet eine klar gegliederte Fassade an der Außenkante des Campus Berlin-Buch. Die zurückschwingende Fassade im Erdgeschoss schafft einen attraktiven und selbstverständlichen Eingang. Sie gliedert gleichzeitig den Vorplatz und liefert den Anschluss an die Bestandsgebäude.
    Die großformatigen Fenster bilden in Materialität und Maßstäblichkeit einen Kontrast zur eher kleinteiligen Nachbarbebauung.
    Der Eingangsbereich schafft eine großzügige Verbindung zum Innenbereich, integriert die Cafeteria mit Orientierung zum ruhigen Innenhof und erschließt die Terrasse. Die Ausrichtung des Haupteingangs auf den Mittelflur des Altbaus 47.1 wirkt dem jedoch entgegen. Außerdem ist die Fläche des Foyers überdimensioniert.
    Positiv ist die klare Anbindung der Flure an den Altbaubestand, die allerdings zu Lasten einer erschwerten Anlieferung/ Erreichbarkeit des Innenhofs führt, z. B. für Wartungsfahrzeuge oder Maschinen zur Fassadenreinigung.
    Die dargestellte, offene Anbindung des Haupttreppenhauses an das Foyer ist nur mit zusätzlichem technischem Aufwand realisierbar.
    Die massive Bauweise der Tragkonstruktion ermöglicht einen flexiblen Ausbau der Nutzflächen. Allerdings wird diese Flexibilität durch die Anordnung der zu klein bemessenen Versorgungsschächte und den über zwei Geschosse reichende Lichthof eingeschränkt. Die Anordnung der Technikzentrale im Untergeschoss ist im Hinblick auf die Einbringung der Technikkomponenten nicht abschließend gelöst.
    Die im Schema dargestellte Aufteilung der Nutzflächen in zwei Brandabschnitte wurde nicht in den Grundrissen dargestellt und würde zudem die Flexibilität in der späteren Nutzung weiter einschränken.
    Die Kosten liegen im vorgegeben Rahmen und sind im Verhältnis zu der gegenüber der Auslobung erhöhten Nutzfläche eher günstig, die Lebenszykluskosten werden wegen der schlechten Erreichbarkeit der Technikflächen und der Schachtanordnung jedoch als hoch eingeschätzt. Anerkennenswert ist die insgesamt gute Flächenwirtschaftlichkeit.