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  • AT-1021 Wien, AT-1010 Wien
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-194416)

WIEN MUSEUM NEU


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    SFB | Saradshow Fischedick Berlin Bauingenieure GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Kim Nalleweg Architekten, Berlin (DE)
    Landschaftsarchitekten: TDB Landschaftsarchitektur Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Preisgericht würdigt besonders die städtebauliche Haltung des Entwurfs, einer starken, selbstbewussten Positionierung des Erweiterungsbaus am Platz mit einer klaren Bezugnahme zum Haerdtl-Bau und zugleich seine sachlich zurückhaltende Gestalt mit dennoch hoher Außenwirkung. Die Erweiterung tritt räumlich in Beziehung mit dem Bestandsbau ohne direkte Gebäudefluchten der umliegenden historischen Bestandsbauten aufzunehmen. Als Gegenüber wird ein Ensemble geschaffen, dass das Museum als Ganzes stärkt und jenseits einer Eventarchitektur als Ikone/Landmark sichtbar werden lässt. Dies stellt einen wichtigen symbolischen und städtebaulichen Wert dar.
    Der Zugang zum Museum wird durch den daraus entstehenden Außenraum freigespielt und kann sich als öffentlich nutzbarer, belebter Ort – als Museumsplatz - in der Stadt manifestieren.
    Positiv gewertet wird auch der direkte Bezug zum Karlsplatz, der wiederum durch den Neubau an Raumangebot gewinnt und durch die überdachte Fläche unterhalb des Brückengebäudes vielfältige Veranstaltungen möglich macht.
    Zugang und Ausstellungsflächen sind sehr logisch und für den Besucher dramaturgisch interessant als Raumkontinuum angelegt. Begrüßt wird die gute Durchmischung von Ausstellungs- und Verwaltungsräumen im Bestand.
    Der Haerdtl-Bau bleibt weiterhin das Herz des Museums und wird nach oben hin durch einen neuen Einschub im Atrium ergänzt. Der Wien Raum ganz oben mit Blick über die Stadt und eigenem Terrassenzugang stellt einen architektonisch zurückhaltenden aber sehr konsequent umgesetzten Abschluss des Raumprogramms dar. Die Idee ein Haus im Haus (Kindermuseum, Wien Raum) umzusetzen wird im Ansatz begrüßt in seiner Lage allerdings kritisch bewertet. Positiv gesehen wird die räumliche Anbindung des Erschließungsraumes nach unten. Hier kann eine hohe Aufenthaltsqualität erwartet werden, obwohl der Bewegungsfluss im Bereich vor den Treppen in den Erweiterungsbau etwas abbricht, kann das komprimierte Hochschrauben im Kontrast zu den offenen flächig angelegten Ausstellungsflächen überzeugen. Die Sonderausstellungsräume sind gut proportioniert und können flexibel bespielt werden.