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  • CH Olten
  • 01/2003
  • Ergebnis
  • (ID 2-6820)

Städtebauliche Entwicklung Olten-Südwest


  • 1. Preis

    Entréesituation

    Architekten
    yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Oliver Bormann Martin Schröder Sebastian Blecher Christoph Packhieser

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE)
    Architekten: lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover (DE)

    Erläuterungstext
    Landschaft durch Stadt!

    Planung für einen neuen Stadtteil in Olten Süd-West bedeutet die Beschäftigung mit einem gegensätzlichen Ort: Die Nähe zur Innenstadt scheint beste Voraussetzungen für eine Stadt- Fort- Schreibung zu bieten, doch die Flächen liegen jenseits der Demarkationslinie städtischer Identität: Das Kieswerk entstand vor der Stadt und hinter Barrieren, war Landschafts- Abbau, liegt \"außen vor\". Die Abgrabung hat ein autarkes Geländerelief hinterlassen: Hangkanten und Wälle bilden heute die markante Randfassung eines abwesenden Kontextes. Wie kann ein eigenständiger Prozess der Stadt-Werdung für diesen Ort initiiert werden, der die bestehenden Kanten und Zäsuren nicht überspielt und verwischt, sondern sie als Qualität ablesbar macht? Wir schlagen vor, die durch die Abgrabung entstandene Leere zum Ausgangspunkt der Entwicklung zu machen: Nicht die Stadt verdrängt den Landschaftsraum, sondern die Landschaft entsteht neu - durch Stadt. Das verschwundene natürliche Geländerelief wird durch eine urbane Topographie aufgefüllt, die sukzessive vom Boden der Kiesgrube bis zur bestehenden Geländekante aufwächst. Landschaft und Stadt überlagern sich, wachsen zusammen. Die Kiesbrache wird zur Schaustelle einer \"urbanen Renaturierung\". Der Entwurf spiegelt bewusst die Eigenarten und Widersprüche seiner Umgebung. Landschaft existiert nicht als Kontrast zur geplanten Bebauung sondern wird zum elementaren Bestandteil einer hybriden Grundstruktur.


    FreizeitLandschaft > StadtQuartier

    Die Entwicklung eines neuen Stadtteils in Olten Süd West wird voraussichtlich einen Zeitraum von zwanzig Jahren oder mehr in Anspruch nehmen. Eine Entwurfsstrategie, die in der Lage sein soll, den Prozess der Stadtwerdung räumlich und programmatisch zu organisieren, muss einerseits in der Lage sein, möglichst schnell eine hohe Raumqualität zu erzeugen und gleichzeitig die nötige Flexibilität besitzen, um auch längere \"Durststrecken\" in der Entwicklung zu verkraften. Die Vorstrukturierung des Areals ermöglicht eine flexible Reaktion auf mögliche Entwicklungen: Im Falle eines eher zurückhaltenden Entwicklungsdrucks können die \"Vorabdrücke\" mit minimalen Mitteln eine informelle Parkstruktur etablieren, die vielfältige Erholungsmöglichkeiten für Oltener Bürger bereithält und so eine frühzeitige Aneignung und positive Besetzung ermöglicht. Aus der minimal organisierten Parkstruktur kann im konjunkturell günstigeren Fall eine vollwertige und auch kommerziell nutzbare Freizeitlandschaft werden, die sich auch über den Zeitraum der Zwischennutzung hinaus etablieren kann. Wie viele \"Vorabdrücke\" tatsächlich in Gebäude umgewandelt werden, oder Freiraumnutzung bleiben, ist flexibel handhabbar. Die intensiv gestalteten Dachgärten übernehmen ökologische Ausgleichs-funktionen für die Grundstücke. Die Transformation einer offenen Freizeitlandschaft zum lebendigen Stadtquartier ist Thema des Entwurfes. In der Symbiose von Bebauung und Freiraum entsteht in den Zwischenstufen ein hybrider, öffentlicher Raum mit städtischen und landschaftlichen Qualitäten, der auch ein Höchstmass an Offenheit gegenüber möglichen Entwicklungen bietet. Ein festes Endbild der Bebauungsstruktur besteht bewusst nicht. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Präsentation der Masterplan in drei verschiedenen Ausbaustufen gezeigt und diskutiert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 09.11.2008, 20:02
Beitrags-ID 4-11887
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