loading
  • DE-80802 München
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-217047)

Wohnraum für Alle!


  • Anerkennung


    Projekt
    Import Export München

    Architekten
    PALAIS MAI GmbH, Architekten BDA, München (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter Scheller , Ina-Maria Schmidbauer , Patrick von Ridder

    Mitarbeit
    Stephen Bushell, Christina Kullmann

    Erläuterungstext
    Das vorliegende Projekt wurde 2013 für das „Import Export“ entworfen. Als Betreiber des Import Export fungiert der Kunstzentrat e.V., ein gemeinnütziger Verein, der 2003 gegründet wurde und seinen Sitz seit 2010 in München hat. Der Verein schafft Schnittstellen für Menschen aller Generationen und fördert die Vielfalt von Kunst und Kultur. Der Betrieb war von Anfang an als Zwi¬schennutzung geplant. Seit September 2012 wurde deshalb versucht, mit der Reihe „Dialog! Raum“ ein langfristiges Kon¬zept für das Import Export zu entwickeln und einen dauerhaften Ort für die Einrich¬tung zu finden. Als Kernteam bemühen sich Tuncay Acar, Simone Egger, Karnik Gregorian und Michael Schildkonzeptionell um „urbanen Freiraum für Mensch und Kultur“. Eine Baulücke in der Schwanthaler Straße, die beim Umbau des Deutschen Theaters als „Erschließ u ngsschneise“ ent¬stand erscheint als ein passender Stand¬ort. Ziel des Projekts ist es, in unmittelbarer Nähe zum ersten Standort des Import Export in der Goethestraße einen neuen Standort für die kulturellen Aktivitäten und Wohnungen zu entwickeln. Der vorliegende Vorschlag erweitert das Kulturell geprägte Programm in Richtung kollektiver Wohnmodelle für Neue Münch¬ner, seien es Gäste, Studierende, Künstler, oder Geflüchtete. Die aktuellen Herausfor¬derungen in der Stadt bieten hierbei eine große Chance, bekannte Akteure mit einge¬führten Konzepten zur transkulturellen Interaktion mit der Idee des neuen Zuhaus¬es der Ankommenden zu verbinden. Dabei liefern kleinere Projekte mit wenigen forschenden Typologien des Wohnens einen wichtigen Beitrag, der in der schie¬ren Masse der bestehenden Aufgabe nicht untergehen darf.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Vorschlag, eine Plattform für Kreative und Kulturschaffende mit z.T. kollektiven Wohnmodellen für neue Münchner (Gäste, Studierende, Geflüchtete) im Kernstadt¬bereich mit hoher Dichte anzubieten über¬ zeugt; ebenso die Idee, einen bestehen¬ den Verein mit guten Verbindungen zu anderen Initiativen des Viertels als Akteur zu nutzen und dadurch eine gute Verankerung im Stadtquartier zu erreichen. Klug wird, dem innerstädtischen Standort angemessen eine lebendige Stapelung unterschiedlicher, aber sich ergänzender Nutzungen angeboten: Vom UG mit Clubräumen, über die Stadtlobby im EG, Galerie und Bühne im Folgenden bis hin zu Wohnungen. Die Wohnformen umfassen das Spektrum von der Wohn¬gemeinschaft über Wohnungen mit einem Gemeinschaftsraum bis hin zu individuellen Wohnungen. Auch hier sind sehr gute Voraussetzungen für soziale Integration geschaffen. Hervorzuheben ist auch die Erdgeschossnutzung durch Gewerbe.