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  • AT-1010 Wien, DE-10623 Berlin
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-209113)

Neubau der Deutschen Botschaft Wien


  • 1. Preis

    1. Preis - Lageplan, © DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

    Landschaftsarchitekten
    DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Halle/Saale (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Därr

    Mitarbeit
    Franziska Krüger

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Schulz und Schulz, Leipzig (DE)

    Erläuterungstext
    Freiraumkonzeption

    Ziel des Entwurfes ist die Schaffung eines hochwertigen und differenzierten Freiraumes, der den repräsentativen und zugleich funktionalen Anforderungen der Deutschen Botschaft gerecht wird. Die Großzügigkeit und Transparenz des Botschafterareals, trotz notwendiger Einfriedung und Sicherheitselemente, hin zum öffentlichen Raum, ist bei der Entwicklung des Gesamtkomplexes von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund wird der Neubau entlang der Jauresgasse, der Metternichgasse und der Reisnerstraße von Gartenstrukturen umsäumt, welche sich von gestalteten Vorgartenbereichen über den Visa-Garten bis hin zum Residenzgarten entwickeln. Die Ausrichtung der Gartenbereiche in Richtung Süden ermöglicht sonnige Bereiche unter dem überwiegend erhaltenen Baumbestand. Polygonale Formen, bestehend aus unterschiedlich hohen Pflanzstrukturen gliedern den Raum und definieren die unterschiedlichen Gartenbereiche. Es wird ein Raum im Raum geschaffen, der die verschiedenen Bereiche gezielt voneinander durch geschnittene Pflanzungen mit integriertem Zaunelement trennt.

    Der Visa-Garten am Eingangsbereich der Pass- und Visastelle dient dem Wartenden als Aufenthaltsraum. Ein kleiner Wasserspiegel, umrahmt von geschnittenen Buchsbaumstrukturen, bildet das Zentrum dieses Gartens. Flache Pflanzungen an der Metternichgasse im Süden entwickeln sich bis hin zu hohen Grünelementen in Richtung Osten zum Residenzgarten.

    Der Auftakt zum Eintritt in den amtlichen Residenzgarten bildet die großzügig freitragende Rundtreppe, welche die Terrassenfläche der Residenz ATR mit dem Außenraum verbindet. Der Freiraum kann temporär zugeschaltet werden, um eine größere zusammenhängende Gartenfläche zu erhalten. Ein großzügig gestalteter Platz aus Naturstein empfängt die Besucher und lädt sie zum Wandeln in den Garten ein. Die vieleckigen Pflanzstrukturen schaffen Räume unterschiedlicher Aufenthaltsqualität. Kleine Nischen stehen im Gegensatz zu großen Platzflächen. Eine Harmonie zwischen offenen und weiten Gartenbereichen sowie kleinteiligen, versteckten Gartenwelten entsteht.

    Der Gartenbereich der Kanzlei befindet sich westlich der Kanzleivorfahrt. Auch in diesem Teilbereich des Gartens laden die polygonalen Strukturen die Bediensteten der Kanzlei zum Verweilen in den Pausen ein. Nördlich an die Kanzleivorfahrt schließt sich der Wirtschaftsbereich des Neubaus an. Hier gestaltet sich eine komplexer Wirtschaftshof, welcher die Funktionen des Parkens, des Waschens von Fahrzeugen, der Anlieferung des Gebäudes sowie den Handwerksbereich des Hausmeisters vereint.

    Über den Dächern Wiens, auf der Dachterrasse des Wohnbereichs, gestaltet sich der Residenzgarten der Botschafterfamilie in einer angemessenen Privatsphäre. Die grüne Oase der Entspannung und Geselligkeit, mit Blick auf die Belvederer Schlösser, ermöglicht einen Perspektivwechsel und lädt in lauen Sommernächten in ungezwungener Atmosphäre zum Essen und Feiern.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.