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  • DE-97084 Würzburg, DE-97074 Würzburg
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-213286)

Ersatzneunau für das Jakob-Riedinger-Haus


  • 1. Preis Zuschlag

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: hjp architekten PGmbB _ Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel, Würzburg (DE), Gießen (DE)
    Landschaftsarchitekten: Lützow 7 Müller Wehberg Landschaftsarchitekten, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: HKL Ingenieurgesellschaft mbH, Erfurt (DE)

    Preisgeld
    22.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser platzieren Wohn- und Pflegeheim mit Verwaltung geschickt in einem dreigliedrigen Baukörper im Westen des Grundstücks. Dadurch wird nicht nur die städtebauliche Körnung aufgenommen und weiterentwickelt, sondern zugleich der Landschafts- und Freiraum angenehm gegliedert und in größtmöglichem Umfang dem Gebäude und seinen Bewohnern zugute gebracht. So haben nahezu alle Nutzer optimale Blickbeziehungen zu Natur und Landschaft. Der Hauptzugang führt in ein großzügiges Foyer, das eine gute Verteiler- und Erschließungsfunktion für die verschiedenen Gebäudeteile erfüllt. Leider führt die zentrale Zuwegung über unglücklich platzierte Stellplätze direkt auf den Müllraum, der nicht nur an unangemessen prominenter Stelle sitzt, sondern zugleich wünschenswerte Blickbeziehungen der Verwaltungsräume nach draußen verhindert. Auch eine Trennung der Anliefer- und Versorgungszone vom Haupteingang wäre wünschenswert. Im Inneren sind die Funktionsabläufe überzeugend; Wegeführungen um begrünte Innenhöfe ermöglichen attraktive Ausblicke sowie sehr gute Flurbelichtungen. Raumzuordnungen und –zuschnitte sind in Teilbereichen verbesserungswürdig (Küche/Essbereich, 4 nach Norden orientierte Wohnräume), insgesamt jedoch schlüssig. Bemängelt wird die 2-geschossige Ausbildung des Baukörpers für die Mittagsbetreuung. Er ist zweigeschossig schlecht nutzbar, bietet zu große Terrassenbereiche und eingeschränkte Barrierefreiheit. Die Architektursprache ist in Form, Materialien und Farbgebung angenehm zurückhaltend und ein angemessener Beitrag zur räumlichen Situation. Die Freiflächenplanung ist insgesamt gut gelungen, eine schlüssige Wegeführung und eine gute Einbettung der Außenanlagen ermöglichen attraktive Nutzungen. Der Allwetterplatz ist in seinen Abmessungen zu klein, die Laufbahn zu kurz. Die Anmerkungen zu Ökologie und Nachhaltigkeit sind nachvollziehbar. Der Entwurf lässt nach seiner Ausprägung und seinen Kenndaten eine Wirtschaftlichkeit im angemessenen Rahmen erwarten. Insgesamt leistet die Arbeit einen sehr guten Beitrag zur gestellten Aufgabe.