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  • DE-96337 Ludwigsstadt, DE-96337 Ludwigsstadt
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-230190)

Jahnshof - Revitalisierung Jahns Bräu-Areal


  • 1. Preis


    Architekten
    [lu:p] Architektur GmbH, Grub am Forst (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Renee Lorenz

    Mitarbeit
    Andrea Lorenz

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stautner+Schäf Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Gesamtkonzept der Entwurfsarbeit ist insgesamt schlüssig und überzeugend. Die Leitidee, das ehemalige Sudhaus freizulegen und als Juwel und Landmarke zu überhöhen, gelingt. Der neu geschaffene Jahns-Turm zoniert gut proportionierte, attraktive Räume für den Marktplatz, die Multifunktionsfläche, den Biergarten und den Spielplatz.

    Der Jahnshof - Marktplatz versteht sich als öffentliche Verkaufsfläche mit eigenständigem Charakter, ohne dabei in Konkurrenz zum historischen Marktplatz in der Innenstadt zu treten. Die Idee des Handelns wird aus der Innenstadt heraus schlüssig ergänzt und fortgesetzt.

    Für Marktplatz und Multifunktionsfläche werden tragfähige Nutzungsszenarien nachgewiesen (Weihnachtsmarkt, Messe, Konzert, Volksfeste etc.). Ebenso ist die temporäre Nutzung durch flexible Marktstände gut denkbar.

    Die Entscheidung der Verfasser für eine PKW-Erschließung ausschließlich über die Lehestener Straße wird begrüßt. Die Teilung der Stellplatzpakete erfordert jedoch für den Tagesbetrieb und die Bewirtschaftung eine klare Zuordnung zu den Nutzungen Hotel, Gastronomie und sonstige öffentliche Stellplätze. Eine Beschickung der temporären Marktstände kann auch über die Kronacher Straße erfolgen. Um die Adressbildung durch den Jahns-Turm weiter zu stärken, wäre über eine großzügigere Öffnung zur Kronacher Straße nachzudenken. Die Cafe-Nutzung an der Kronacher Straße kann auch in der gastronomischen Einrichtung abgebildet werden.

    Der Neubau der festen Marktstände zeigt in seinem architektonischen Erscheinungsbild ein identitätsstiftendes Alleinstellungsmerkmal und ergänzt die Bestandsbauten wie selbstverständlich zu einem attraktiven Ensemble aus Alt und Neu.

    Der Gestaltungsvorschlag für die Fassaden des Hotelbaues und der Schaubrauerei ist von hoher gestalterischer Qualität. Der bewusste Einsatz der Materialien Holz und Schiefer schafft auf überzeugende Weise das Seitens der Ausloberin geforderte zusammenhängende Erscheinungsbild.