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  • CH-4001 Basel, CH-4056 Basel
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-206474)

Quartierergänzung Volta Ost


  • 1. Preis zur weiteren Bearbeitung empfohlen

    © Studio Trachsler Hoffmann

    Projekt
    Gregory

    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Projektsteuerer: Caretta+Weidmann Baumanagement AG, Zürich (CH)
    Architekten: Trachsler & Hoffmann, Zürich (CH)
    Fassadenplaner: REBA Fassadentechnik AG, Chur (CH)
    TGA-Fachplaner: Balzer Ingenieure AG, Chur (CH), Winterthur (CH)
    Bauingenieure: Synaxis AG, Zürich (CH), Altdorf (CH), Lausanne (CH)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Projektbericht Gebäude
    Das Projekt zeichnet sich durch einen prägnanten , schmalen, zehngeschossigen Riegelbau entlang der Elsässerstrasse und einem dreigeschossigen Sockel zu m Fernheizkraftwerk aus. Ergänzt wird diese Setzung durch eine viergeschossige Tagesstätte als Fortführung der Zeile an der Elsässerstrasse. Entsprechend ihrer historischen Bedeutung als Ausfallachse wird die Elsässerstrasse durch den prägnanten Riegel gestärkt. Der Sockel bezieht sich auf die Bauten der Chemieindustrie auf der gegenüberliegenden Seite der Voltastrasse und das Fernheizkraftwerk und schafft den Bezug zu dieser andersartigen Typologie, welche sich bis zum Rhein hinzieht. Der Riegelbau rückt von der Baulinie an der Elsässerstrasse zurück und hält damit den gesetzlich geforderten Einfallswinkel ein. Formal orientieren sich die Bauten in Struktur und Materialisierung an den Bauten der Industrie und stehen damit in deutlichem Kontrast zum Bestand an der Elsässerstrasse.
    Das Erdgeschoss besteht aus einem offenen Gefüge aus Quartierrestaurant und Läden, welche durch eine grosszügige Erschliessungszone von den gemeinschaftlich organisierten Arbeitsbereichen der Studentenhalle getrennt sind. Dort wird im Erdgeschoss gelernt, gekocht und gefestet, während sich in den zwei Obergeschossen die Individualzimmer befinden - jeweils gruppiert zu acht Zimmern auf zwei Geschossen mit den jeweiligen Nasszellen. Die Studentenzimmer kommen sich auf der Hauptwohnseite recht nahe und sind brandschutztechnisch noch nicht bewältigt. Die vorgesehenen Oblichter eignen sich als Antwort auf die Einsichtsproblematik, lassen die Zimmer aber zu stark introvertierten Räumen werden.
    Der Riegelbau beherbergt die Quartier- und Sozialwohnungen. Die Galerie mit Arbeitsplätzen im ersten Obergeschoss hat direkten Bezug zur Halle der Studierenden. Die Tagesstätte wird in einem separaten Gebäude an die bestehende Zeile an der Elsässerstrasse angebaut. Ihr Aussenraum befindet sich rückwärtig im Freiraum gegen das Fernheizkraftwerk. Der durch das Zurückweichen des Riegelbaus erweitere Aussenraum an der Elsässerstrasse eignet sich im Bereich der geschützten Kastanie gut als Gartencafé. De r Vorbereich an der Voltastrasse ist noch zu wenig mit der Nutzung verknüpft, als dass er an der stark befahrenen Strasse eine Chance hat, als attraktives Angebot empfunden zu werden.
    Die Wohnungen im Riegelbau sind nach Nordost und/oder Südwest ausgerichtet. Die grösseren entwickeln sich über die ganze Gebäudetiefe und profitieren von einer zweiseitigen Orientierung. Das Konzept von hohem Riegel und tiefer Halle ermöglicht, dass die Wohnungen von einem Maximum an Weitblick profitieren. Die dem Raumprogramm und der Erschwinglichkeit geschuldete reduzierte private Fläche in den Wohnungen wird durch gezielte Massnahmen in den halbprivaten Bereichen des Hauses kompensiert. Die Waschküchen im fünften Obergeschoss, jeweils bei den Treppenhäusern, eignen sich wegen ihrer peripheren Lage weniger gut als Begegnungszonen. An gleicher Stelle im sechsten Obergeschoss sind die Jokerräume angeordnet. Bei den grösseren Wohnungen sind die Loggien so dimensioniert, dass ein genügend grosser Esstisch keinen Platz findet. Die Verfassenden schlagen vor, die Dachterrasse als gemeinschaftlichen Aussenbereich zu nutzen. Dies er ist auf den Plänen allerdings nicht dargestellt. Die Verfassenden schlagen vor, die Einbauten der Hall e aus vorgefertigten modularen Elementen zu erstellen, was hinsichtlich einer langen Nutzungsdauer Optionen für eine spätere Neuinterpretierbarkeit schafft.

    Aussenraum

    Die umliegenden Gebäudevorzonen entlang der Elsässer strasse, am Voltaplatz, an der Voltastrasse und zum Hofe werden geschickt als Ankunftsorte, Aufenthaltsbereiche, Verbindungs-und Begegnungsräume ausformuliert und wirken einladend und verbindend. Sie verweben sich mit dem gemeinschaftlich genutzten Erdgeschoss der Studentenwohnungen.
    Die Anbindung und Vernetzung im Innern und ins Quartier sind sehr gut gelöst. Die bestehenden Bäume, die Rosskastanie beim Hofzugang aussen und die Baumgruppe als Spieloase innen sind selbstverständliche Bestandteile des Gesamtkonzepts geworden. Die eher knapp bemessenen Aussenraumflächen weisen absolut kein Niemandsland auf. Der Anteil der Grünflächen ist jedoch nicht ausreichend und müsste beim Kinderspiel und entlang der Verbindungszone im Hofe maximiert werden. Alle Bereiche haben in diesem Entwurf ihre Bestimmung.


INFO-BOX

Angelegt am 25.04.2016, 11:09
Zuletzt aktualisiert 09.05.2016, 13:59
Beitrags-ID 4-119854
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