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  • DE-84416 Taufkirchen (Vils), DE-84416 Taufkirchen (Vils)
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-215476)

Neubau der Mittelschule mit Dreifachsporthalle und Lehrschwimmbad


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
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    Modellbauer
    Matthes Max Modellbau GmbH, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: schürmann dettinger architekten, München (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf versucht über drei präzise gesetzte Baukörper die städtebaulichen Themen der Bestandsbauten wie Kubatur und Staffelung aufzugreifen. Die Schule selbst befindet sich dabei in einem drei geschossigen und einen vier geschossigen Baukörper. Über ein Überschieben des neuen Schulgebäudes mit den Bestandsbau C wird auf einfache Weise ein Anbinden in jedem G e- schoss möglich. Die Turnhalle wird dabei als freistehendes Bauvolumen entwickelt, das den Übergang vom Schulcampus in die Grünauen entlang des Stephansbrünnlbaches überleitet. Zwischen den Baukörpern entsteht eine Folge von wohlproportionierten Plätzen mit einfachen Platzwänden, die eine große Aufenthaltsqualität erwarten lassen und zusätzliches Angebot schaffen, wie z.B. den Platz zwischen Turnhalle und Schulgebäude. Zudem wird zwischen den Baukörpern so eine neue Wegebeziehung aufgebaut mit der Möglichkeit, das Schulgelände nicht nur von Norden und Süden, sondern auch von Osten zu erreich en. Die Schule selbst wird von Norden und von Süden über die Pausenhalle betreten. Der grundsätzlich zurückhaltende Herangehensweise des Entwurfes folgend ist die Pausenhalle lediglich eingeschossig mit einer Stufenanlage von 1 m Höhe entwickelt. Dabei schränkt aber die mittige Lage des Höhensprunges, sowie die räumliche Lage der Aula die Funktionalität der Pausenhalle bei Veranstaltungen deutlich ein. Bei abgetrenntem Mehrzweckraum ist die Beziehung der Pausenhalle zum Pausenhof verstellt und der an sich einfache Zuschnitt der Pausenhalle geht verloren. Windfänge fehlen. Der Lehrertrakt befindet sich im Erdgeschoss und ist von der Anordnung gut gelöst. Die Informatik im 2. Obergeschoss ist weit entfernt von der Grundschule, welche diese mitbenützt. Die Lage der Werkräume im Obergeschoss ist hinsichtlich der zu erwartenden Emissionen zu hinterfragen. Die Lerncluster liegen im 1. und 2. Obergeschoss mit einem Marktplatz an zentraler Position mit Außenbezug durch die Lage direkt an der Fassade. Die Lerncluster lassen durch die geschickte Anordnung eine hohe räumliche Qualität erwarten. Das offene Treppenhaus in zentraler Lage ist hinsichtlich des Brandschutzes zu überprüfen. Z u- dem fehlt der direkte Ausgang ins Freie. Der vorgeschlagene zweischalige Aufbau der Außenmauer mit kerngedämmtem und verputztem Mauerwerk ist der Entwurfshaltung angemessen und lässt einen geringen Bauunterhalt erwarten. Der Zugang zur Dreifachsporthalle erfolgt von Norden und ist gegenüber der Wohnbebauung im Osten nicht abgeschirmt. Ohne weitere Schallschutzmaßnahmen (Verlegung des Ausganges an die Westfassade, Schließung weiterer Verkehrsflächen nach Osten) können sich Nutzungseinschränkungen bzw. Immissionskonflikte ergeben. Der Entwurf gibt eine einfache Antwort auf die komplexen Anforderungen der Aufgabe mit präzise gesetzten Baukörpern mit einer angemessenen und selbstverständlich wirkenden Grundhaltung.


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