loading
  • DE-35394 Gießen, DE-35390 Gießen
  • 05/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-215632)

Neubau Gefahrenabwehrzentrum (GAZ)


  • 1. Preis Zuschlag

    Lage Ursprung 1:500

    Landschaftsarchitekten
    HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerd Holzwarth

    Mitarbeit
    Philipp Rösner, Dominikus Littel

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: TRU ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Düsseldorf (DE)
    Tragwerksplaner: PICHLER Ingenieure GmbH, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: KIRCHNER Gebäudetechnik GmbH, Minden (DE)
    TGA-Fachplaner: ISR Ingenieurbüro Schlegel & Reußwig GmbH, Lage (DE), Leipzig (DE)

    Preisgeld
    29.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die U-förmige Anlage weist eine klare Orientierung auf. Die Schulungsräume sind am südlichen Kopf und damit im repräsentativsten Teil des Gebäudes gelegen. Durch ihre unmittelbare Lage am Eingang ermöglicht diese Positionierung eine sichtbare Öffnung des GAZ zum öffentlichen Raum.

    Beide Längsflanken des Gebäudes umfassen dann zentrale innerbetriebliche Funktionen und partizipieren am gemeinsamen Innenhof. Während die Ostflanke optimal die erste Alarmausfahrt über die gesamte Länge ermöglicht, erscheint auch die Lage der Verwaltung über diesem Bereich als günstig platziert. Auf der Westflanke allerdings sind einige Nutzungen nicht optimal angeordnet: Die Lage der Atemschutzräume im 1.OG ist nicht akzeptabel und die Anlieferung der Lagerräume sollte nicht über einen Flur, sondern direkt vom Hof aus erfolgen. Es wäre zudem wünschenswert, wenn die Werkstätten nicht auf zwei Ebenen verteilt wären.

    Sehr günstig hingegen sind die Platzierung der Tankstelle und der Sportfläche im Norden. So können die Sportflächen auch für außerbetriebliche Veranstaltungen genutzt werden, ohne dass der Betrieb gestört wird.

    Eine gute Abgrenzbarkeit für die einzelnen Bereiche ist für die Zuschussgeber gegeben.

    Das Tragwerkskonzept ist im Wesentlichen schlüssig, bedarf jedoch im Südflügel, insbesondere hinsichtlich der Korrelation der tragenden Längswände sowie im Bereich der süd-östlichen Auskragung, einer Konkretisierung.

    Sowohl städtebaulich als auch architektonisch weist die Arbeit ein sicheres Gespür auf, nicht nur in funktionaler, sondern auch in gestalterischer Hinsicht. Die Art, wie hier trotz der Ausdehnung des Baukörpers durch gezielte Einschnitte in das Volumen eine Pointierung geschaffen wird, ist vorbildlich. Die Fassadengestaltung in einer Holzrahmenbauweise und mit ihrer deutlich horizontalen Akzentuierung über Metallprofile vermittelt den Eindruck von Leichtigkeit und Transparenz.

    Die Kenndaten in Verbindung mit der Fassadenkonzeption lassen den Schluss zu, dass es sich um einen besonders wirtschaftlichen Entwurf handelt.

    Es entsteht insgesamt der Eindruck einer idealen Balance zwischen einer klaren Positionierung im städtischen Raum und einer vornehmen Zurückhaltung in der architektonischen Gesamterscheinung. Der Entwurf hat das Potential ein ideales Startup- Gebäude für die gesamte städtebauliche Entwicklung zu sein.