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  • DE-06110 Halle (Saale)
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-231245)

Wohnbebauung Bugenhagenstraße


  • 2. Preis

    2. Preis Lageplan, © DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

    Landschaftsarchitekten
    DÄRR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN, Halle/Saale (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Därr

    Mitarbeit
    Franziska Krüger

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: arc architekturconzept GmbH | Lauterbach - Oheim - Schaper, Magdeburg (DE), Halberstadt (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die städtebauliche Konzeption schreibt die Heterogenität des Gebietes fort und bietet zwei unterschiedliche Lösungen für die beiden Vorhabenträger an. Östlich der verlängerten Louis-Braille-Straße gruppieren sich die Neubauten der Stiftung um einen gemeinsamen Freiraum. Ein offenes Zentrum entsteht, das dem Wunsch nach „Schutz“ durch den Innenhof entgegenkommt. Im westlichen Teil sind acht Punkthäuser, viergeschossig auf quadratischem Grundriss 20 x 20 m in freier Stellung auf dem Grundstück angeordnet.

    Die PKW-Erschließung erfolgt über eine großformatige Tiefgarage mit direkten Anschlüssen an die Häuser respektive Wohnungen. Oberirdisch ist die Adressbildung, Wegeführung und Orientierung zu den frei stehenden Solitären schwierig, die Einzelarchitekturen sind nicht differenziert gestaltet. Es besteht keine klare Differenzierung des Freiraums. Es ist nicht ausreichend Platz für die Rettungsfahrzeuge und Aufstellflächen der Feuerwehr nachgewiesen. Vermutlich wird sich der Charakter der Freiflächen recht grundsätzlich ändern müssen, wenn diese planungsrechtlich notwendigen Belange berücksichtigt werden. Auch bleiben die Außenbereiche diffus in Bezug auf die Differenzierung von privaten und gemeinschaftlichen Flächen. Dies wird jedoch von Teilen des Preisgerichts positiv gewertet und soll im weiteren Prozess definiert werden.

    Die intensive Begrünung auf der Tiefgarage wird erhöhte Kosten auch in der Unterhaltung nach sich ziehen. Mindestens 60 cm Bodenaufbau sind hier notwendig und die Bewässerung wird sich in den Bewirtschaftungskosten niederschlagen.

    In der Hochbauarchitektur bietet der Entwurf Variationen des gleichen Typus an. Die Wohnungsgrundrisse sind jeweils gedreht und anders gemischt. Das erzeugt sehr unterschiedliche Orientierungen und Wohnqualitäten.

    Grundrisse weisen teils lange, schmale Zimmer auf und lassen kein Durchwohnen zu. Die Wohnungsgrundrisse der Paul-Riebeck-Stiftung sind entlang langer Flure und einem Laubengang organisiert und haben ebenfalls nur eine einseitige Orientierung. Die räumliche Konzeption des Stiftungsneubaus weist funktionale Mängel hinsichtlich der Anforderungen der Stiftung auf und ist eher ungünstig für Menschen mit Behinderungen.

    Die grundsätzliche Typologie ist zeitlos und die Wohnungen versprechen langfristige Vermietbarkeit. Die konsequente Unterbringung des ruhenden Verkehrs in der TG wird positiv gewertet. Der Entwurf hat eine zentrale Müllentsorgung, die über die TG organisiert werden kann. Der Entwurf kann in sinnvollen Bauabschnitten realisiert werden.