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  • DE-58849 Herscheid
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-215732)

Umgestaltung Ortsmitte


  • ein 3. Preis

    Schulplatz, © RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Visualisierung Jens Gehrcken

    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: Jens Gehrcken - visualisierung+architekturfotografie, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Die neue Ortsmitte von Herscheid wird zukünftig geprägt durch zwei attraktive und multifunktionale Aufenthaltsplätze, die durch einheitlich gestaltete, verkehrsberuhigte Bürgersteig- und Fahrflächen miteinander verbunden sind.
    Eine besondere Rolle in der freiraumplanerischen- und städtebaulichen Neukonzeption nimmt dabei der umgestaltetet Schulplatz ein. Als zentrale Freifläche wird er zukünftig zu einer vielfältig nutzbaren, barrierefreien Fläche umgewandelt, die sehr viel Raum für temporäre Nutzungen wie zum Beispiel Brauchtums,- Wochen- oder Weihnachtsmärkte bietet.
    Der zentrale Platzbereich wird geprägt durch eine großzügig offene Freifläche. Das besondere Freiraumelement ist eine edle Brunnenanlage die auf einer streng orthogonal ausgerichteten Pflasterintarsie steht. Umrahmt wird der gesamte Platzbereich sowie die Intarsie durch ein umlaufendes Plattenband. Im Cafébereich ist ein entspanntes verweilen unter anmutigen Ziergehölzen angedacht. Die am östlichen Platzrand vorhandenen Gehölze werden in die Neugestaltung integriert. Hier erschließt auch eine neue Treppe den Platz aus südöstlicher Richtung. Um Barrierefreiheit sicherzustellen, wird das Platzgefälle von durchschnittlich 5% auf unter 3% reduziert. Um den Anschluss an die westlichen Bestandsgebäude zu gewährleisten, fangen zwei sanfte Schleppstufen am südwestlichen Ende der Pflasterintarsie den Höhenversprung durch die leichte Anhebung der zentralen Platzfläche ab.
    Als Abschluss wird ein Wohngebäude südlich des Platzes realisiert. Zudem ist gemäß B-Plan am nordwestlichen Rand ein weiteres 2-geschossiges Gebäude vorgesehen. Optional könnte eine mögliche gewerbliche Nutzung in den Erdgeschossen zur Belebung der Ortsmitte beitragen.
    Die Erschließung der neuen und bestehenden Wohngebäude ist selbstverständlich weiterhin über den Platz möglich. Allerdings wird das Parken einschließlich der Zufahrtsbereiche in die Randzonen verlagert, damit die zentrale Platzmitte zukünftig frei von parksuch- und ruhendem Verkehr bleibt.
    Die heute noch vorhandene Zäsur der Lüdenscheider Straße / Plettenberger Straße wird beseitigt. Die gesamten Bürgersteig-, Straßen- und Platzbereiche des Wettbewerbsgebietes werden mit einem einheitlichen Plattenbelag in 4 Farbabstufungen befestigt und somit optisch wahrnehmbar als einheitlicher Raum zusammengeführt und in ihrer Funktion als Aufenthaltsort gestärkt . Neben einer Verkleinerung der Straßenbreite auf 5.50 m, wird eine Verkehrsberuhigung vor allem dadurch erzielt, dass die Übergänge vom Fahr- in den Bürgersteigbereich flach (3 cm) ausgeführt werden.
    Bis auf den Brunnen, wiederholen sich die Gestaltungselemente des Schulplatzes auch auf dem oberen Kirchenvorplatz. Die gegenwärtig vorhandenen kleinteiligen Ausstattungselemente werden zugunsten einer klaren Ordnung der Freifläche zurückgebaut. Die hierdurch erzielte großzügige Öffnung des Raumes in Richtung der Apostelkirche steigert die Aufenthaltsqualität für die Bewohner um ein vielfaches.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.