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  • DE-82467 Garmisch-Partenkirchen, DE-82467 Garmisch-Partenkirchen
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-214423)

Erweiterung Kongresshaus


  • 1. Preis Zuschlag

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    Brandschutzplaner
    Ilko Mauruschat, Berlin (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: HENCHION REUTER ARCHITEKTEN, Berlin (DE), Dublin (IE)
    Tragwerksplaner: EiSat GmbH, Eisenloffel, Sattler + Partner, Berlin (DE)
    Modellbauer: Katrin Helmbold l ArchitekturModellbau, Berlin (DE)
    Visualisierer: Bjorn Rolle - Visualisierungen, Berlin (DE)

    Preisgeld
    52.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine Erweiterung vor, bei der Alt und Neu eine Einheit bildet. Eine Ensembleerweiterung die den Bestand im Sinne eines „Weiterbauens“ schlüssig in angemessenem Maßstab weiterführt. Die moderne, architektonische Sprache und die Konstruktion als moderner Holzbau, entspricht dem Leitbild und den Nachhaltigkeitszielen. Die vorgeschlagenen Aluminiumoberflächen der Fassaden werden jedoch als nicht zwingend angesehen.

    Positiv aufgefallen, ist die filigrane Bauweise, die reduzierten Baukörper, die Prägnanz trotz Vielheit und die klare akzentuierte Linienführung.

    Die Verbindung der beiden Plätze (neue Vorplatz an der Parkstraße und Richard-Strauss-
    Platz) erscheinen sehr besucherfreundlich.

    Eine sehr gute Auffindbarkeit und Adressbildung des neuen Eingangs wird durch herausrücken und Drehung aus der gestaffelten Raumkante zum Platz generiert.

    Auch der Neubau des Richard Strauss Konzertsaals (Ideenteil) fügt sich (u.a. durch gute Maßstäblichkeit) selbstverständlich ins Ensemble ein und erscheint nicht zu dominant.

    Funktionale Anforderungen / Innenraum
    Die Raumbildung ist gut durchdacht, lässt eine gute und multifunktionelle Bespielbarkeit erwarten. Die gefaltete Holz-Innenfläche der Veranstaltungsräume innerhalb der Dachlandschaft ermöglicht gute Teilbarkeit / Raumproportionen / Raumzuschnitte bei guter Akustik. Zudem kann die Integration der Haustechnik / Lüftung etc. in den Zwischenraum der inneren und äußeren Raumhülle erfolgen.

    Ungeteilt ist das Panoramafoyer als „Festsaal“ geeignet, mit zeitgemäßer repräsentativer Gestaltung durch gestalterische Reduktion, Präzision und die klare Architektursprache. Es ergeben sich gute Erweiterungs- und Kombinationsmöglichkeiten mit temporären Bauten auf der ruhigen Freifläche. Die Zufahrt zur Tiefgarage und die Organisation der Parkierung sind richtig situiert und für die anzunehmenden Nutzungen und Besucherstöme richtig ausgebildet.

    Einhaltung planungs- und baurechtlicher Belange
    Das Vorhaben fügt sich selbstverständlich in die Umgebung ein und scheint baurechtlich (z.B. Gebäudehöhen, Abstandsflächen etc.) unproblematisch.

    Wirtschaftlichkeit / Flächen
    Die Arbeit ist ausgewogen, passend im Rahmen der Aufgabenstellung und liegt bei den wesentlichen Aspekten bzgl. der Wirtschaftlichkeit insgesamt im Mittelwert.

    Der Neubau eines neuen Konzertsaals (Ideenteil) lässt sich baulich gut (auch im laufenden Betrieb, da nur geringe Berührungspunkte zwischen Alt- und Neubau bestehen) realisieren.

    Gesamtwertung
    Der Entwurf ist in seinen einzelnen Elementen präzise durchgearbeitet und besticht auch durch die innenräumliche Vorstellung, die z.B. in der Innenraumperspektive die gelungene Verbindung zwischen Innen und Außen (Panorama) bestechend visualisiert. Bei einer Realisierung sollte die Außenwahrnehmung / Auftritt des Neubaus noch signifikanter akzentuiert werden durch die Ausbildung der Horizontalen und eines Schriftzuges.

    Auch beim gefalteten Innenraum sieht das Preisgericht das potential, dessen Aussenwahrnehmung zu steigern. Funktional sollte die Galerie abtrennbar sein (Schallschutz bei getrennten Räumen) und die Integration der Haustechnik (Bodentanks, Hängepunkte etc.) sehr sorgfältig erfolgen, um die einfache und klare Gestaltung nicht zu stören.

    Insgesamt eine zukunftsweisende und nachhaltige Arbeit, die trotz oder gerade wegen der Berücksichtigung des örtlichen Maßstabs, einfacher Materialien und Konstruktionen die Verknüpfung von Tradition und Moderne gelingt.


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