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  • DE-69117 Heidelberg, DE-69115 Heidelberg
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-218149)

Pfaffengrunder Terrasse


  • Engere Wahl

    Visualisierung, © METTLER Landschaftsarchitektur

    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen eine räumliche Komposition aus drei bestimmenden - Elementen Kiosk /Pavillon, offene Wiesenfläche mit Sitzbereichen am Rand und Sitzplateau vor der Pfaffengrundterrasse - auf einer großen baumbestandenen Platzfläche aus Naturstein vor. Diese reduzierte Grundkomposition lässt eine differenzierte Gestaltung im Hinblick auf einen atmosphärischen Beitrag und Nutzungsaspekte vermissen. Auch trägt der enorme Anteil an befestigten (Naturstein-) Flächen nicht zu einer wirtschaftlichen Lösung bei. Zusätzlich liegen viele Baumpflanzungen in diesen befestigten Flächen Die zu erwartenden Investitionen liegen deutlich über dem Budget. Hingegen werden die Aufwendungen für den Unterhalt wird als niedrig eingeschätzt. Ein Ansatz zu einer gewissen räumlichen Differenzierung bietet die teils eingetiefte, teils überhöhte Wiesenfläche, jedoch wird der offene Zugang im Osten problematisch gesehen, zumal sich hier nahtlos eine Erschließungsstraße anschließt. Der Mehrwert der den Gebäuden vorgelagerten Gärten im Osten ist für die Platznutzung nicht erkennbar. Die Lage des Pavillons mit den gewünschten Einrichtungen ist weder als Bestandteil des Platzes noch des langen Angers lesbar. Für Kinder ist keine eigenständige, definierte Spielfläche vorhanden und somit kein attraktiver Anreiz zur Benutzung geschaffen. Das Sitzplateau im Süden ist zwar auf die schöne Aussicht in Richtung Rheinebene ausgerichtet, lotet aber mit zwei Bäumen on top diesem Ort wenig spannungsvoll aus. Es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob durch ein Plateau an dieser Stelle nicht der große Balkon zur Landschaft entwertet wird. Der Entwurf ist klar strukturiert, zeigt aber innerhalb einer soliden Zonierung insgesamt wenig Gestaltungsleidenschaft für diesen Ort an der Nahtstelle zwischen Stadt und Landschaft.