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  • DE-72488 Sigmaringen
  • 04/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-7035)

Grünprojekt Sigmaringen 2013


  • Ankauf

    Plan 1- Daueranlage

    Landschafts- / Umweltplaner
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Martin Schedlbauer, Landschaftsarchitekt Mitarbeit: Miriam Ereth, Dipl.-Ing. (FH) Katrin Haas, Dipl.-Ing. (FH) Christian Roeder, cand. Ing. Architekturbüro Rosenstiel Volker Rosenstiel, Architekt und Stadtplaner Mitarbeit: Helge Spieth, Dipl.-Ing.

    Erläuterungstext
    \"Grüne Schleife\"

    Die Grünflächen von Sigmaringen entwickeln sich derzeit flügelartig entlang der Donau. Durch Einbeziehung und Rekonstruktion des Prinzengartens sowie Aufwertung der städtebaulich wichtigen Achse von der Altstadt in Richtung Stadthalle und weiter an die Donau entsteht eine \"Grüne Schleife\" als Kernstück des Sigmaringer Freiflächenkonzepts. Im Schnittpunkt der Schleife befindet sich als Zentrum und Mittelpunkt die historische Altstadt mit dem Schloss und den vorgelagerten Schlosswiesen an der Donau. Bedingt durch die topografische Engstelle in Verbindung mit dem dort befindlichen Wehr bildet die Donau eine Aufweitung und somit einen natürlichen Schwerpunkt im Gelände.

    Historische Spuren

    Der ehemalige Verlauf der Donau ist im Gelände teilweise noch ablesbar, ebenso sind Fragmente und Spuren der historischen Alleen nach Laiz und Ebingen noch vorhanden. Eine wichtige repräsentative Achse stellt die Karlstraße mit dem Schloss und der Hedinger Klosterkirche als Endpunkte dar.

    Städtebauliche Einbindung - Stadteingänge

    Die Grüne Schleife unterstreicht die städtebauliche Grundstruktur von Sigmaringen. Ziel ist dabei die Stärkung der historischen Altstadt als Zentrum des städtischen Lebens mit dem Schloss als touristischen Anziehungspunkt. Die Donau soll wieder stärker an die Altstadt angebunden und ins Bewusstsein gerückt werden. Besonderes Augenmerk verdienen dabei die Stadteingänge, die räumlich stark mit der Donau verbunden sind, sowie die städtebauliche Klärung und Arrondierung der Stadtkanten im Bereich östlich und westlich der Altstadt.

    Daueranlage Donaupark – Den Fluss erleben

    De Donau soll in ihrem gesamten Verlauf durch Sigmaringen neu erlebbar gemacht werden, Wege, Stege und Sitzstufen führen ans Wasser. Neue Fuß- und Radwegebrücken nehmen die historischen Wegebeziehungen wieder auf und verbinden die beiden Donauufer miteinander. Die Altstadt wird durch die Donauterrassen beidseitig des Schlosses an die Donau angebunden, in Verbindung von Schloss und Schlosswiesen entsteht ein neuer Schwerpunkt im Gelände. Die Donauwiesen setzen sich zusammen aus dem Freilichttheater mit Flussbühne im Norden sowie den eher ruhigen gestaltete Donauwiesen unmittelbar unterhalb des Schlosses. Eine neue Bebauung bildet den räumlichen Abschluss des Raums, als Nutzung könnte hier ein Hotel in Verbindung mit einer Gastronomie das Angebot abrunden. Gegenüber der Donaubühne bildet das Schloss mit den Felsen eine imposante Kulisse.
    Von hier aus nimmt auch die Donaupromenade ihren Anfang. Im Bereich der Burgwiesen ist sie als hartes städtisches Ufer ausgebildet, mit Biergarten, Gastronomie, Bootshaus und Stufen an die Donau. Die Donaupromenade wird begleitet von einem Band mit verschiedenen Angeboten und Aufenthaltsmöglichkeiten, wie z.B. Spielgärten, Ruheplätze, Wasserspielplatz und Kneipp-Anlage. Von hier bietet sich auf der gesamten Länge ein schöner Blick auf das Schloss, die Promenade mit ihren platzartigen Aufweitungen bietet Raum für Feste und Veranstaltungen wie z.B. das Promenadenfest.
    Die Donaupromenade setzt sich in freierer Form in Verbindung mit einzelnen eingestreuten Freizeitangeboten bis nach Laiz fort und stellt die Verbindung zu den dort befindlichen Spiel- und Freizeiteinrichtungen her.
    Das Gleitufer der Donau wird im Stadtbereich dagegen weicher ausgebildet, abgeflacht und mit Kiesbänken und Flachwasserzonen versehen. Hier bieten sich Stellen zum Lagern und Verweilen, die Donau wird wieder als Erlebnisraum ausgebildet, der Donauradweg wird hier zum Wasser-Erlebnisweg und lädt zum Anhalten und verweilen ein.
    Der historische Verlauf der alten Donau wird durch eine markante Pappelreihe nachgezeichnet, teilweise durch einen geschwungenen Weg und Sitzbänken begleitet.
    Die vorhandenen Nutzungen im Bereich der Festwiese sind auch weiterhin möglich, grüne Bänder nehmen die Nutzungen auf, stellen die Verbindung zur Donau her und gliedern und ordnen den Raum. Die vorhandenen Einrichtungen werden aufgewertet und durch weitere Angebote wie eine Spiel-Golf-Anlage sowie Trendsportarten ergänzt.
    Der Prinzengarten wird restauriert und über die Donau-Terrassen an die Donau angebunden.

    Donau-Info-Zentrum

    Am Stadteingang aus Richtung Westen wird die Ausbildung einer Stadtkante in Form eines Solitärgebäudes vorgeschlagen, das die Baufluchten aufnimmt und den Stadteingang markiert. Als Nutzung wird die Einrichtung eines Donau-Info-Zentrums angeregt, mit Informationen und Exponaten zur Donau als touristisches Angebot und Informationspunkt für ankommende Besucher. Vorgelagert wird eine ruhige Fläche als Stadtbalkon ausgebildet, die die verschiedenen Wegebeziehungen aufnimmt und ordnet. Hier befindet sich auch der Schnittpunkt der beiden historischen Allen.
    An den beiden weiteren Stadteingängen Mitte und Ost wird das Motiv jeweils in Form eines kleineren Info-Pavillons wiederholt.

    Donau-Auen

    Die Donau wird in ihrem gesamten Verlauf renaturiert, soweit dies die Platzverhältnisse zulassen, unter Herausarbeitung der Fliessdynamik und damit verbundenen Uferausbildung von Prall- und Gleitufer. Insbesondere nach Westen in Richtung Laiz kann die Donau zunehmend naturnaher gestaltet werden. Das Gleitufer stellt sich durch eine flache Uferausbildung in Verbindung mit Kiesbänken und einzelnen, gruppenweisen Pflanzungen von Strauchweiden und Röhricht dar. Das Prallufer wird im Stadtgebiet als harte Uferkante mit Sitzstufen im Bereich der Donaupromenade ausgebildet, im weiteren Verlauf kann das Flussbett wieder mehr Platz erhalten. Der alte Donauverlauf auf Höhe des Freibades kann wieder hergestellt werden, durch Steinsetzungen und verschiedene Gewässerbreiten der entstehenden Altarme kann ein attraktiver Kanu-Parcours als weiteres touristisches Highlight entstehen. Die hier vorhandenen malerischen Felsformationen werden durch Kletterfelsen ergänzt, die Aussichtsbastion wird aufgewertet. In Verbindung mit den Liegewiesen des Freibades wird die Donau zugänglich gemacht und bietet sich als Naturbad an. Auch die östliche Schleife der Donau wird naturnaher ausgebildet und das Thema von Prall- und Gleitufer mit abgeflachten Böschungen herausgearbeitet.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.