loading
  • DE-69469 Weinheim, DE-69469 Weinheim
  • 05/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-213869)

Neubau Schulzentrum mit 2-Feld-Halle


  • 1. Preis

    Modellfoto, © v-architekten GmbH

    Architekten
    v-architekten GmbH, Köln (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Markus Kilian, Jan Hertel, Michael Scholz, Tim Denninger, Prof. Diana Reichle

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Knüvener Architekturlandschaft, Köln (DE)

    Preisgeld
    35.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Sporthalle bildet mit dem REH das neue Gesicht des Schulzentrums zur Breslauer Straße. Durch die Ergänzung des REH mit der Sporthalle entsteht an der Breslauer Straße eine Konzentration von öffentlichen Nutzungen, die auch am Abend den Straßenraum beleben. Durch die Verbindung stehen den Vereinen, die die Sporthalle nutzen, zusätzliche Flächen z.B. für Verpflegung zur Verfügung.

    Die Eingänge sind zum Kulturzentrum und zur Schule klar ablesbar. Von Norden wird über den bestehenden Vorplatz das Kulturzentrum mit Sporthalle erschlossen. Der Eingang der Schule liegt im Osten.
    Die jeweiligen Foyers bilden im Schnittpunkt mit dem Musiksaal, dem Mehrzweckraum und der Mensa das Herz der Schule, eine mit Tageslicht durchflutete großzügige Zone, die sich auch in den Außenraum mit Eingangshof und Mensahof fortsetzt. Das Herz bildet die Identität der Schule und fördert die Gemeinschaft.
    Die Verwaltung ist zentral angeordnet und dadurch für Mitarbeiter, Schüler und Eltern leicht erreichbar. Die Lage des Ganztagsbereiches in der räumlichen Nähe zur Mensa wird sehr positiv bewertet.
    Die Klassenhäuser sind so konzipiert, dass sie kleine identitätsstiftende Einheiten für alle Schülergruppen bilden. Die Raumaufteilung der Cluster nutzt den vorhandenen Raum geschickt aus. Durch großzügige Lichthöfe ist die jeweilige gemeinsame Mitte gut bespielbar. Gegebenenfalls könnten Pflege- und Teamraum mit der Bibliothek getauscht werden, um die gemeinsame Mitte für Gruppen- und Einzelarbeit besser zu nutzen.
    Durch die Lage der Treppen in den Klassenhäusern ist die Zuordnung der Außenräume zu den jeweiligen Altersstufen sehr gut gelöst. Auch wenn eine konkrete Gestaltung der Außenräume noch nicht ablesbar ist, sind diese gut gegliedert und bieten ein großes Potential der differenzierten Gestaltung.

    Sehr positiv ist das energetische Konzept unter Verwendung regenerativer Energien (Fotovoltaik, thermische Solaranlage, Brauchwasserverwendung, Optimierung der Gebäudehülle) zu bewerten. Das Konzept verzichtet auf aufwendige Lüftungstechnik, sorgt für konsequenten Sonnenschutz und sieht die Verwendung von Wärme aus Abwasser vor.
    Die für die Sporthalle nachzuweisenden Pkw-Stellplätze sind auf deren Westseite angeordnet. Weitere ca. 20 Stellplätze liegen außerhalb des Grundstücks, als Querparker im Bereich der Baumallee auf der Ostseite. Insgesamt ist das Angebot nicht ausreichend. Eine Kompensation durch Fahrradabstellmöglichkeiten im nach LBO zulässigen Maß ist nicht gegeben. Die Organisation von Kiss & Ride (als Längsparker zwischen Bäumen) ist problematisch.
    Die Schule bildet mit dem REH ein neues Schul- und Kulturzentrum in der Weststadt, das sich zur Stadt öffnet und gleichzeitig hohen identitätsstiftenden Charakter hat. Sie integriert sich durch ihre angemessene Geschossigkeit und die gut dimensionierte Baukörpereinteilung in den Kontext.

    Mit diesem Entwurf wird ein lebendiges und zukunftsweisendes Schulgebäude verwirklicht, das dem formulierten innovativen Ansatz voll gerecht wird.