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  • DE-01445 Radebeul, DE-01445 Radebeul
  • 06/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-218773)

Neubau eines Hortgebäudes für die Grundschule Friedrich Schiller


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerd Holzwarth

    Mitarbeit
    Philipp Rösner, Dominikus Littel

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: rüdenauer-architektur, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    7.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit besticht durch einen klaren kompakten Baukörper auf quadratischen Grundriss mit einem außermittigen Walmdach, das von einem Oberlicht gekrönt wird. Das Haus, oder die „große Villa“, sitzt leicht zurückgesetzt und orientiert sich gleichermaßen zur Pestalozzi- und zur Schildenstraße. Die Vorbereiche sind angemessen, fallen gestalterisch jedoch gegen die aufwendige Terrassierung im östlichen Bereich ab.

    Kritisch wird die Vermischung der Verkehrsflächen von PKW, Fußgänger und Fahrrädern im Eingangsbereich von der Pestalozzistraße gesehen. Städtebaulich wäre eine großzügigere und urbanere Vorplatzsituation wünschenswert.

    Die Orientierung des Speisesaals zur Straße wird mehrheitlich begrüßt, jedoch hätte hier eine Terrasse angeboten werden sollen.

    Der Wirtschaftshof hat keine Wendemöglichkeit und ist daher nur eingeschränkt nutzbar. Die Gestaltung der Aufenthalts- und Spielflächen ist dramaturgisch anspruchsvoll in die Topografie und den Baumbestand eingebettet. Durch die langen Mauern ist jedoch ein erhöhter Kostenansatz zu erwarten.

    Im Inneren gruppieren sich die Räume um eine angemessen dimensionierte, zentrale Halle, die eine schönen Raumeindruck und eine gute Orientierung erlaubt. Seitens der Nutzer wird die Anordnung von einem Großteil der Toiletten im UG negativ beurteilt. Darüber hinaus werden die den Themenräume zugeordneten Garderoben im Bewegungsablauf des Hortes kritisiert. Der Sanitätsraum sollte in der Nähe des Büros liegen.

    Die Brücke im Obergeschoss dient als Fluchtweg und erlaubt gleichzeitig die barrierefreie Erschließung der Freiräume auf kurzem Wege. Die Geste wird jedoch kontrovers in Bezug auf Angemessenheit und Gefahrenpotenzial diskutiert.

    Das äußere Erscheinungsbild vermag noch nicht gänzlich zu überzeugen. Die langen Fensterbänder vermitteln einen fast industriellen Charakter, der nur durch das gewählte Fassadenmaterial Holz gemildert wird.