loading
  • DE-88677 Markdorf
  • 10/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-235105)

Sanierung und Erweiterung Rathaus Marktdorf mit Umfeld


  • 2. Rang

    © w+p Landschaften | Lieb+Lieb Architekten

    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Lieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit überzeugt durch den selbstbewussten Auftritt des Neubaus, der die Identität und Präsenz des Altbaus respektiert. Alt-und Neubau bilden eine gestalterische Einheit.
    Die Funktionen sind logisch vom Haupteingang am Marktplatz entwickelt.
    Rathaus, Hexenturm und der Neubau des Geschäftshauses bilden einen maßstäblichen „Turmplatz“, der in seiner Größe nicht mit dem Marktplatz konkurriert. Die Verbindung Marktplatz – Ravensburger Straße ist abwechslungsreich und barrierefrei, kritisiert werden die Lage des oberen Aufzugs im Eingangsbereich des Rathauses und die harte Kante zur Ravensburger Straße.
    Der Bürgersaal liegt mit einem großzügigen überdachten Vorbereich gut positioniert zum Turmplatz und ist städtebaulich präsent. Die Präsenz könnte sich im Baukörper durch eine differenziertere Höhenentwicklung noch besser darstellen.
    Der Turmplatz bietet gute Aufenthaltsqualitäten und Sichtbeziehungen, der Freibereich vor und auf der Tiefgarage müsste im Zuge der Überarbeitung der Tiefgarage präzisiert werden.
    Fassadengliederung und Materialität des Rathauses sind der Funktion und dem kleinstädtischen Umfeld angemessen. Der veränderte Ausdruck des Bestandsgebäudes mit den bodentiefen Fenstern und der Rhythmisierung werden positiv beurteilt. Die Dachflächenfenster und Arbeitsplätze im Dachgeschoss funktionieren aus gestalterischer Sicht und in Bezug auf den Brandschutz nicht.
    Die Grundstruktur des Altbaus wird typologisch und tragwerkstechnisch erhalten, ebenso wie die für den Innenraum identitätsstiftende Treppe, es fehlt jedoch eine Treppe als 1. Fluchtweg.
    Der Grundriss des Neubaus ist klar strukturiert, der Saal liegt gut im obersten Geschoss und erlaubt die stützenfreie Gestaltung ohne großen Aufwand.
    Das Raumprogramm und die geforderten Raumzusammenhänge werden im wesentlich erfüllt, die Raumaufteilung ist flexibel, die Konstruktion wirtschaftlich.
    Die Tiefgarage funktioniert sowohl aus gestalterischer als auch aus parktechnischer Sicht nicht. Die Raumkante zum Rathaus ist zu hart, es entsteht Außenraum ohne Nutzung. Die Parkplätze entsprechen nicht der LBO. Eine Trennung in unterschiedliche Bereiche für Rathausmitarbeiter, Wohnungen und Öffentlichkeit wäre wünschenswert.
    Die Arbeit stellt bis auf die beschriebenen Mängel einen sehr schönen Beitrag zur gestellten Aufgabe dar.