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  • DE-45655 Recklinghausen, DE-45659 Recklinghausen
  • 06/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-222117)

Städtebaulich-freiraumplanerischer Entwurf eines Rahmenplans für die Folgenutzung der Trabrennbahn


  • Teilnahme

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    Architekten
    dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Dorothea Voitländer , Prof. Konrad Deffner

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen (DE), Memmingen (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf ist bei dem ursprünglichen Insel - Konzept geblieben: Es werden zwei dicht bebaute Flächen vorgeschlagen, die von unterschiedlichen Freiräumen umgeben sind. Die ehemalige Rennbahnfläche bildet sich als ein neues Baufeld für Wohnen ab, das Geläuf wird zu einem Bewegungsband für Sport und Freizeit. Was als gedanklicher Ansatz durchaus nachvollziehbar erscheint, erweist sich bei detaillierter Betrachtung als städtebaulich schwierig. Die Stadt wird nicht wirklich weiter gebaut sondern es entsteht ein isolierter Siedlungskörper, dessen bauliche Ränder gestalterisch weiterhin ungelöst bleiben. Die gewünschte Vernetzung mit dem Umfeld und dem Stadtteil Hillerheide besonders im Westen wird vermisst. Die Verknüpfung zum Gertrudisplatz wird zwar begrüßt, die Länge des Freiraumes ist jedoch überdimensioniert. Auch der Entreeplatz an der Blitzkuhlenstraße wirkt aus Sicht der Empfehlungskommission nicht wirklich als städtebauliches Angebot. Die Erschließung von außen in das Quartier über lange Stichstraßen erschwert die Orientierung. Die Funktionsfähigkeit der vorgeschlagenen „shared space“-Gestaltung aller Erschließungsflächen im Innern der Quartiere wird in Frage gestellt, auch der Versiegelungsgrad wird so sehr hoch. Die Behandlung der nicht privatisierten Wohnungsfreiräume als „shared space“ lässt zudem befürchten, dass die doch erhebliche Nachfrage an privaten PKW-Stellplätzen die räumlich zu erwartende Nutzungsqualität sehr stören wird. Die Verlagerung der Kleingärten zugunsten von Gewerbeflächen wird kritisiert. Die vielfältigen Siedlungs- und Bautypologien im Detail versprechen dagegen großes stadträumliches Potenzial für verdichtetes Wohnen. Ebenso können die Größe und die Proportionen der Quartiersplätze eigenständige Raum- und Aufenthaltsqualitäten entwickeln. Begrüßt wird auch die Bandbreite der gut durchdachten Sport- und Freizeitangebote im Freiraum sowie die Auseinandersetzung mir dem „umlaufenden“ Freiraumbestand die insgesamt einen wichtigen Diskussionsbeitrag liefert. Im Vergleich bietet der Entwurf die geringste Bruttogeschossfläche. Insgesamt wird durch diese Konzeption der „Inselbebauung innerhalb des Geläufs“ die Neubebauung von den bestehenden Nachbarbebauungen deutlich getrennt und zu wenig vernetzt.