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  • DE-48308 Senden, DE-48308 Senden
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-221792)

Neugestaltung der Frei- und Verkehrsflächen im Ortskern


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Büro für Architektur Stadt- und Freiraumplanung Lichtplanung Anke Deeken, Bremen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LS Landschaftsarchitektur, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    18.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das markante, sich vom Kanalufer bis zum Laurentiusplatz erstreckende Gehband wird von den Verfassern durch den gesamten Planungsraum als entwurfsrelevantes Motiv bis zur Gartenstraße fortgeführt. Das Band bietet Fußgängern eine ebene gehfreundliche Verbindung, den Autofahrern dagegen eine willkommene Führung in der ab und an heterogenen Stadtstruktur. Seinen Höhenpunkt findet dieses Entwurfsmotiv im sogenannten „tanzenden Band“, das in Anlehnung an die Lindenstandorte das Umfeld der Kirche St. Laurentius fasst. Das Band, das sich in Teilbereichen zu Sitzmöglichkeiten aus der Fläche erhebt, fasst eine wassergebundene Decke, die einerseits die Lebensbedingungen der Linden optimiert und unter anderem auch eine willkommene „Plattform“ für eine gastronomische Nutzung sein kann. Ein die Kirche direkt umfassendes Passepartout aus Sandsteinplatten setzt die Kirche noch zusätzlich in Wert. Das Preisgericht empfindet die flächige Verwendung von Pflasterklinkerbelag in jeweils unterschiedlichen Verlegemustern als angenehm zurückhaltend und den meist engen Raumabfolgen angemessen. Die zu nahe Vorbeiführung der Münsterstraße am tanzenden Band sowie die deutliche Unterschreitung der derzeitigen Stellplätze werden seitens des Preisgerichts kritisch gesehen. Die durch den trennenden Baumbestand zwischen dem Brunnenplatz und dem Innenhof Biete fehlende Verbindung wurde leider nicht beseitigt, hier wäre noch Überarbeitungsbedarf. Gleiches gilt für den Innenhof selbst, das Strandmotiv scheint hier eher beliebig. Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ihre Klarheit, mit einfachen Mitteln und einer Beschränkung auf wenige Materialien wird der Kernbereich von Senden zu einer gestalterischen Einheit zusammengefasst, die Orientierung erleichtert. Das Umfeld der Kirche kann durch die Vorschläge ganz neue Qualitäten erhalten, es verspricht noch mehr als jetzt ein attraktiver Treffpunkt für die Sendener zu werden. Unterstützt wird die Planung durch ein sensibles, nachvollziehbares Lichtkonzept.