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  • AT-1210 Wien, AT-1082 Wien
  • 06/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-210604)

21., Neu Leopoldau – "Junges Wohnen"


  • 1. Rang Gewinner Bauplatz H1

    Neu Leopoldau – Junges Wohnen, © (c) RIVIERA MORETTI

    Architekten
    feld72 Architekten ZT GmbH, Wien (AT), Kaltern (IT) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Private Bauherren: Schwarzatal gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsanlagen GmbH, Wien (AT)
    Landschaftsarchitekten: KSLA — Ingenieurbüro für Landschaftsarchitektur e.U. DI Katja Simma, Wien (AT)

    Erläuterungstext
    Der gewonnene Wettbewerb Neu Leopoldau – Junges Wohnen steht für smarten Lebensraum für junges und junggebliebenes Wohnen am Stadtrand von Wien im postindustriellen Kontext. Die Basis des Entwurfs sind Strategien zur Schaffung von Gemeinschaft. Diese erstrecken sich von der Identifikation durch die Gestaltung und die verbindende Ringstruktur des Quartiers über das Band, das das Grundstück als umschließende Mauer mit speziellen Kommunikationsflächen umgibt, bis zum Zwiebelprinzip des Gebäudes.

    Es entsteht ein Wohnhaus als smarter Baustein des Sozialen. Übereinander gestaffelte und vernetzte Gemeinschaftszonen sowie Kommunikationsflächen schaffen das Dorf im Haus. Spezielle Zusatzräume für die jeweilige zu definierende Selbstentfaltung in den umliegenden Wohnungen verbinden das Private mit dem (Halb-) Öffentlichen. Es wird ein Haus als flexibles Gerüst geschaffen, in dem sich Fantasie und Lebenslust entfalten können.

    Ein klar gerichtetes Volumen, die Höhe des Gebäudes und die Wahl des Fassadenmaterials setzen einen städtebaulichen Akzent am Entree Neu Leopoldau. Die bestehende, teils neu perforierte umlaufende Mauer und der Baumstand geben dem Gebäude eine geschützte Lage in der Umgebung.

    Der monolithische Baukörper mit einheitlichen Fensterformaten in versetzter Anordnung erhält einen einfach und ruhigen Charakter. Umlaufende vor- und zurückspringende Balkonen umfassen je Geschoß das Gebäude und geben diesem ein horizontales, feingliedriges Erscheinungsbild.

    Ein klar formuliertes Dachgeschoss mit Giebelflächen an allen vier Fassaden definieren den oberen Gebäudeabschluss.

    Die Sockelzone ist funktionell und optisch durchlässig. Im Erdgeschoss führt der Weg nach außen in ein großzügiges Entree. Dieses öffnet sich auf der gegenüberliegenden Seite hin zur Gemeinschaftsfläche im Freiraum, zum Quartier und zur Sommerküche.

    Der umgebende Freiraum steht den BewohnerInnen des Hauses offen zur Nutzung, Bespielung und Aneignung.

    Im Westen liegt der Haupteingang. Im Osten erfolgt die öffentliche Anbindung an das Quartier. Das Haus ist umgeben von einem Tray, einer befestigten Fläche, die teilweise als Privatterrasse und als Gemeinschaftsterrasse für Sommerküche und Food-Coop genutzt werden kann. Auf einem zweiten Tray östlich des Gebäudes befindet sich der Kleinkinderspielbereich mit Sandspiel und Wasserstelle. Der Gemeinschaftsbereich lädt mit Hochbeeten zum ‚Garteln‘ ein. Ein Sitzbereich dient als Treffpunkt und Essplatz. Ein Ruhebereich zwischen den Trays bietet sich als Rückzug an. Der attraktive Baumbestand wird zum Großteil erhalten.

    Der Kinder- und Jugendspielbereich besteht aus einem Stangenwald und Grashügeln und schafft Raum für kreatives Spiel und Bewegung. Die Stangen können individuell genutzt und bespielt werden für Slackline, Zelte Bauen oder Fangen Spielen.

    Das vorhandene Element der Mauer wird als identitätsstiftendes Element erhalten und transformiert. Der Bereich nördlich des Trays stellt eine Parklandschaft mit Baumbestand dar.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 12.07.2016, 11:11
Zuletzt aktualisiert 20.07.2016, 09:49
Beitrags-ID 4-124238
Seitenaufrufe 153