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  • DE-85250 Altomünster, DE-85250 Altomünster
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-238226)

Pfarrheim St. Alto und Birgitta


  • ein 2. Preis

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    Landschaftsarchitekten
    Christiane Fink Landschaftsarchitektur und Geomantie, München (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Titus Bernhard Architekten BDA, Augsburg (DE)

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf besticht durch seine Knappheit und maximale Schonung der Gartenfläche, sowohl städtebaulich als auch in Bezug auf die Qualität der Freiflächen. Der im Westen vorgelagerte Platz ist sinnvoll dem Saalgebäude zugeordnet und kann auch durch den Eingang an der Südwestecke des Gartens gut erreicht werden. Kritisch wird dabei der recht hohe Versiegelungsgrad durch das Pflaster gesehen, auch wenn ein Teil der Fläche wassergebunden sein soll.

    Die klare Zonierung des Freiraumes mit Vorplatz / Hof vor Pfarrsaal und großzügigem Gartenbereich überzeugt, die sehr axiale Wegeführung ist zu überprüfen. Die gewählte Belagsgestaltung mit Asphalt vom Vorplatz bis in den Garten ist dem Ort nicht angemessen. Die Freistellung der großen Buche als Mittelpunkt des Gartens und die kulissenartige Baumsetzung im Norden überzeugen.

    Das direkte Heranrücken des Neubaus an den Bestand ist städtebaulich akzeptabel, zumal die Maßstäblichkeit gewahrt bleibt.

    Während die Gartenfassade durch größtmögliche Zurückhaltung und Transparenz zu überzeugen weiß, ist die Inszenierung des Eingangsbauwerks völlig überzogen und dem Entwurfskonzept in gestalterischer Sicht abträglich. Zudem ist der nicht denkmalgerechte Umgang mit den Außenmauern der Remise zu kritisieren, die, wie in der Auslobung formuliert, vollständig zu erhalten sind. Die Sinnhaftigkeit der Glasdachlösung erschließt sich nicht; sie ist im denkmalgeschützten Ensemble auch aus denkmalpflegerischer Sicht nicht hinnehmbar.

    Hinsichtlich der Materialwahl des Neubaus würde man sich mehr Entschiedenheit wünschen. Im Saalbau sind alle Funktionsbereiche sinnvoll angeordnet und günstig erschlossen. Das grundsätzlich geschickt in die Remise integrierte Foyer ist gut dimensioniert, die WCs gliedern sich sinnvoll an.

    Ebenfalls gut gelungen ist die Anbindung an das Bischofshaus und die dort situierten Räume. Sinnvoll ist auch der separate Zugang zu den Jugendräumen an der Nordwestecke. Das Fehlen des Andachts- und Chorprobenraums ist als funktionaler Mangel zu rügen. Im Obergeschoss des Bischofshauses können die Glastrennwände und der neue nördliche Erschließungsflur denkmalpflegerisch nicht überzeugen. Die Innenraumqualität der besonders wertvollen Räume würde so zudem erheblich geschwächt werden. Das Gästeapartment ist an dieser Stelle denkbar, jedoch eigenwillig möbliert. Durch die Kompaktheit des Neubaus wäre eine gute Wirtschaftlichkeit in Herstellung und Betrieb zu erwarten. Durch das konstruktiv aufwendige und in Pflege und Unterhalt problematische Glasdach wird die Wirtschaftlichkeit jedoch geschmälert.

    Insgesamt trotz der voran genannten Kritikpunkte ein sehr guter Beitrag zur Lösung der Entwurfsaufgabe.


INFO-BOX

Angelegt am 20.07.2016, 14:48
Zuletzt aktualisiert 02.08.2016, 11:05
Beitrags-ID 4-124758
Seitenaufrufe 56

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