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  • DE-85250 Altomünster, DE-85250 Altomünster
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-238226)

Pfarrheim St. Alto und Birgitta


  • ein 4. Preis

    © Mag. Arch. Franz Steinberger

    Architekten
    Franz Steinberger, Architekt, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Kitti Halász, Martina Servos

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan J. Hierl Landschaftsarchitekt, München (DE)

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser setzt einen eigenständigen, selbstbewussten Solitärbau losgelöst vom Bestand des Bischofshauses und der Remise in den Klosterpark und weitet dabei den Vorplatz zwischen Bestand und Neubau zum Klosterbereich hinauf. Damit ergibt sich ein spannungsreicher Vorplatz, der Neubau nimmt als langgestreckter Riegel die Ausrichtung der Klosteranlage und der Kirche auf. Der Klostergarten wird mit der Setzung des Riegels in einen belebten Pfarrplatz zwischen den Gebäuden und in einen ruhigeren hinteren Klostergarten unterteilt.

    Die Erschließung von außen führt durch einen angemessen breiten, leicht abgeschrägten Zugangsbereich direkt auf den Zugang des Pfarrsaales zu. Über das Foyer des Neubaus, das im Verhältnis zu dem großen Saal deutlich zu klein erscheint, werden der Saal und der Andachtsraum erschlossen, in der Mittelzone befinden sich die Nebenräume. Die Zuordnung der Küche mit Ausgabemöglichkeit direkt in den Pfarrsaal ist gut gelöst. Die Sanitäranlage und Garderobe sind ausreichend dimensioniert. Der große Pfarrsaal erstreckt sich nach Westen und kann dreigeteilt werden, Stuhllager und Bühne an der Stirnseite sind funktional, nach Norden und Süden öffnet sich der Pfarrsaal zu Pfarrplatz und Klostergarten, was positiv bewertet wird.

    Der Andachtsraum hingegen am entgegengesetzten Ende des Riegels öffnet sich im Osten zu einem ruhigen kleinen Vorbereich zur Klostermauer hin und gewährleistet damit die Möglichkeit zu ungestörter Besinnung. Bemängelt wird, dass die gleichzeitige Nutzung von 2 Sälen wegen der einseitigen Erschließung nicht möglich ist.

    Im Bestand werden die Jugendräume, Gruppenräume, Gästezimmer und die erforderlichen Nebenräume schlüssig und mit wenigen Eingriffen in die historische Bausubstanz nachgewiesen.

    Der Neubau wird als Holzständerbau mit einem über die Längsausrichtung des Gebäudes flachgeneigten begrünten Pultdach ausgeführt, die Fassade wird mit sägerauer Holzschalung dunkel vorgegraut ausgebildet, was einen klaren Kontrapunkt zur klassischen Putzfassade des hist. Bestandes darstellt. Damit entsteht ein sehr sachlicher Baukörper, dessen Konstruktion angemessen und aufgrund der Kompaktheit und der einfachen Baukörperform wirtschaftlich erscheint.

    Trotz des nüchternen Riegelbaukörpers und der damit einhergehenden Zweiteilung des Klostergartens ist die Arbeit ein mutiger und in weiten Teilen gelungener Beitrag.


INFO-BOX

Angelegt am 20.07.2016, 14:55
Zuletzt aktualisiert 27.07.2016, 16:39
Beitrags-ID 4-124780
Seitenaufrufe 168