loading
  • DE-82008 Unterhaching, DE-82008 Unterhaching
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-238945)

Neubau Gemeindezentrum mit Pfarramt und Wohnungen Heilandskirche


  • 3. Preis


    Anzeige


    Architekten
    abp architekten burian pfeiffer sandner, München (DE)

    Verfasser
    Edgar Burian , Thomas Pfeiffer , Arwed Sandner

    Mitarbeit
    Thomas Egger

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Baukörper greift die heutige Position des bestehenden Gemeindehauses auf und umfasst Turm und Apsis. Die Kirche bleibt unter Umbau der Sakristei erhalten und ist weiterhin vom Straßenraum gut sichtbar. Die Stellplatzanordnung ist umständlich verteilt und ohne zusätzliche Baumfällungen nicht umzusetzen. Dennoch ist der Erhalt der vorhandenen Bäume größtenteils möglich. Die Raumbildung ist durch den freien Ansatz positiv (Motiv: Anger).
    Die Anböschung im Garten erschwert jedoch die Nutzbarkeit und bedingt drei Außenraumtreppen und eine über Eck geführte Rampe, ermöglicht jedoch einen barrierefreien Zugang im Inneren zur Kirche. Die explizite Nutzung des Gartens ist praktisch nur den Jugendlichen vorbehalten, es gibt keinen Gartenzugang aus den Wohnungen, öffentliche Sitzgelegenheiten fehlen komplett.

    Der Baukörper teilt sich in drei Raumschichten: zum Garten fast ausschließlich nach Osten ausgerichtetes Pfarramt und Wohnungen, ein langer, im Erdgeschoss schlecht belichteter Flur ohne Außenraumbezug (weder im EG noch im OG), zum Westen hin der abteilbare Gemeindesaal. Der Entwurf lässt strukturell sowie funktional eine klar erkennbare Hierarchisierung vermissen. So ist beispielsweise das Stuhllager nicht am Saal, die Teeküche dient gleichzeitig als Windfang und die Fassadengestaltung bedingt eine unzureichende Belüftung in den Wohnräumen.

    Die Fuge zwischen Kirche und Gemeindehaus ist nicht nach außen ablesbar, die Anmutung der plakativ kubistischen Fassaden bricht mit den feinen Details der Kirche.

    Das extensiv begrünte Dach, ein nicht nachvollziehbarer Wandaufbau (zweischalig massiv) und die Ungereimtheit in der Westfassade lassen hohe Erstellungs- und Wartungskosten vermuten. Die Anordnung der Ertragswohnungen zeigt eine ungelöste ganztägige natürliche Belichtung und eine große Nähe zu Turm und Glockengeläut. Auch die Pfarrwohnung direkt über dem Pfarramt erscheint suboptimal und schwierig in der Vermietung. Zu loben ist die Wirtschaftlichkeit, ein gutes Verhältnis von Fläche zu umbautem Raum als Folge der kompakten Gebäudesetzung, die den großen Garten ermöglicht.


INFO-BOX

Angelegt am 28.07.2016, 12:10
Zuletzt aktualisiert 01.08.2016, 15:26
Beitrags-ID 4-125266
Seitenaufrufe 94

Anzeige







Anzeige