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  • DE-85551 Kirchheim, DE-85551 Kirchheim
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-216504)

Erweiterung des Gymnasiums Kirchheim mit Freianlagen


  • 1. Preis

    Lageplan mit Freianlagen M 1:500, © UKL - Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    UKL Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Ulrich Krüger

    Mitarbeit
    Johannes Werner

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Köln (DE), Dresden (DE), Breslau (PL), Berlin (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    65.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der fünfgeschossige, quadratische Solitär bildet eine städtebauliche Dominante entlang des neuen Ortsparks als Pendant zum zukünftigen Rathaus; dazwischen spannen sich der Pausenhof, die Sporthalle und der Sportplatz auf. Der Mehrwert der Außenflächen entsteht durch den geringen Flächenverbrauch des mehrgeschossigen Baukörpers.
    Die Angemessenheit der Gebäudehöhe wird im Plenum kontrovers diskutiert, die horizontale Schichtung nimmt dem prägnanten Baukörper jedoch die Massivität und lässt ihn dadurch niedriger erscheinen.

    Zwischen Schule und Turnhalle entsteht ein großzügiger Pausenhof mit vielfältigen Aufenthaltsmöglichkeiten und einem gedeckten, wettergeschützten Übergang entlang der Straße, der den Pausenhof geschickt von der Straße abtrennt.
    Die Haupterschließung der Schule erfolgt folgerichtig von Süden vonseiten der Bushaltestelle und führt in ein großzügiges Foyer, das sich über alle Geschosse hin öffnet. Als fester Rücken zur Straße sind das zweigeschossige Lehrerzimmer und die Verwaltung schlüssig positioniert. Gleichsam selbstverständlich bildet der Speisesaal der Mensa den Übergang in den Pausenhof, der zusätzlich einen Essplatz im Freien anbietet.
    Die Anordnung der Vorbereitungssäle vor den Fachlehrsälen MINT wird kritisch gesehen und sollten überdacht werden. In OG II, III, und IV sind die Klassen in offenen Lernlandschaften gleichwertig an den Kanten des Schulkubus situiert. Durch die Schottenstruktur entsteht eine Durchlässigkeit von außen in den vielfältig genutzten inneren Hallenbereich. Eine Flexibilität bei späterer Nutzungsänderung ist damit einfach zu realisieren.
    Der Schallschutz zwischen den einzelnen Lernebenen ist zu lösen, eventuell durch eine Erhöhung der raumakustischen Flächen.

    Besonders positiv hervorzuheben sind die Mehrzweckinseln, die sich in der Halle vielfach pädagogisch nutzen lassen und dem Haus eine besondere Identität verleihen. Die Freiklassen an den vier Gebäudeecken bieten eine reizvolle räumliche Ergänzung.

    Bei der Sporthalle wird die Positionierung der Umkleiden zum Pausenhof kritisiert, die so eine direkte Sichtbeziehung zur Sporthalle verhindern. Die Belichtung der Sporthalle ist durch die schematische Darstellung des Daches nicht erkennbar. Die eingestellten Schotten lassen eine wirtschaftliche Bauweise erwarten.

    Der ökologische Fußabdruck ist auf Grund der geringen überbauten Fläche positiv zu bewerten. Ein schlüssiges Rettungswegkonzept ist durch die außenliegenden Gänge / Balkone gegeben.

    Insgesamt besticht die Arbeit sowohl durch die äußere kompakte Form als auch durch die pädagogischen Freiräume im Inneren und stellt damit einen wertvollen Beitrag dar.