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  • DE-85551 Kirchheim, DE-85551 Kirchheim
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-216504)

Erweiterung des Gymnasiums Kirchheim mit Freianlagen


  • 2. Preis

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Burger Landschaftsarchitekten Susanne Burger und Peter Kühn Partnerschaft, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hess / Talhof / Kusmierz Architekten und Stadtplaner, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebaulich fügt sich die Arbeit sehr gut ein. Der Baukörper entwickelt klare Bezüge sowohl an der Heimstettner Straße wie auch zur bestehenden Grund- und Mittelschule und nimmt überzeugend bestehende Fluchten auf. Mit den mäandrierenden Fingern von Gebäude und Außenraum wird ein spannungsreicher Rhythmus erzeugt. Es werden vielfältige Sichtbeziehungen zum Außenraum hergestellt.
    Der Baukörper überzeugt ansprechend mit seiner Geschossigkeit und Proportion. Die Lage des Haupteingangs an der Heimstettner Straße liegt ausgewogen und wird positiv bewertet, ebenso die Situierung der Mensa und des zugehörigen Freibereichs, welche direkt dem Eingangsbereich zugeordnet ist. Techniklager und Stuhllager versperren hier die Durchsicht, was schade ist. Der Nebeneingang zur Schule von der Bushaltestelle ist gut angelegt.

    Das Raumerlebnis der Aula als dreigeschossiger Raum ist mit der großen und einladenden Treppe sehr geglückt, wobei die Belichtung über die Dachverglasung zur Atmosphäre positiv beiträgt. Die Bühne der Aula mit seinen mittig angelegten Ausgängen wird als kritisch angesehen. Es wird eine dauerhafte Bühnenlösung gewünscht, deren Ausgänge ins Freie links und rechts der Bühne angeordnet werden können.
    Die als Lernstrasse bezeichnete innere Erschließung ist angemessen breit ausgestaltet und lässt erlebnisreiche Bespielbarkeit erwarten. Die Ausformulierung der Cluster ist wird insgesamt positiv bewertet, Der Lärmübertrag in die angrenzenden Bereiche muss überarbeitet werden.
    Das Gebäude ist in Holzbauweise mit Holz- Beton- Verbunddecken geplant. Der hohe Vorfertigungsgrad lässt eine kurze Bauzeit erwarten. Die Fassade als Elementfassade mit Holverkleidung vermittelt eine architektonisch ansprechende Anmutung.

    Die Sporthalle ist direkt über die Lernstraße erschlossen und teilweise eingegraben, was positiv bewertet wird. Die Tribüne entlang der Sporthalle wird als belebendes Element begrüßt.
    Die Rettungswege funktionieren über Bypasslösungen. Im Turnhallenfoyer müssen die Treppen voneinander getrennt werden. Das offene Foyer ist daher in dieser Form nicht durchführbar.

    Die Freianlagen halten sich insgesamt an die Grenze des Baufeldes, lediglich die Laufbahn ragt entlang der Wegeverbindung in OW Richtung südlich der Grund- und Mittelschule in den Ortspark hinein Die Verbindung zur Grund- und Mittelschule ist über die Sportflächen verkehrsfrei möglich, da die TG-Zufahrt direkt und übersichtlich an die Heimstettner Straße angebunden ist. Die Integration der Allwetterplätze in den Pausenhof erscheint sinnvoll, allerdings müssen die zwei Plätze gedreht werden und schneiden dann in den Ortspark ein, sofern Gebäude / Aula hier nicht etwas zur Straße rücken können. Über die Freiflächen bis in die Höfe zwischen den Schulbereichen verzahnen sich die Freiflächen überzeugend zum Ortspark hin. Der Entwurf sieht keinen Erhalt des Wall-Wäldchens vor; im öffentlichen Ortspark wäre jedoch ein Resterhalt möglich.

    Insgesamt stellt die Arbeit hinsichtlich Innenraumqualität, Materialität und Ausformulierung einen sehr guten Beitrag dar.