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  • DE-85551 Kirchheim, DE-85551 Kirchheim
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-216504)

Erweiterung des Gymnasiums Kirchheim mit Freianlagen


  • 4. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    Koeber Landschaftsarchitektur, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser entwickeln einen differenzierten schlüssigen Baukörper, bei dem Gymnasium und Sporthalle in einer Struktur zusammengefügt werden. Erschlossen wird das Gebäude von Süden über einen gemeinsamen Vorplatz für Schule und Sporthalle. Der Haupteingang ist von der zukünftigen Bushaltestelle gut zu erreichen. Südlich der Sporthalle sind die Freisportflächen funktional richtig angeordnet, wenngleich durch die Lage Einschränkung durch die zukünftige östliche Wohnbebauung zu erwarten sind. Die durchgängige dreigeschossige Struktur fügt sich gut in die Umgebung ein.

    Der enge Zugang zum Gymnasium, bei dem die Schüler direkt auf die geschlossene Sporthallen-wand zulaufen, wird der Größe der Schule nicht gerecht. Über den Eingangsbereich wird die Schulmagistrale erschlossen an den alle schulischen Bereiche angegliedert sind. Gut proportionierte Innenhöfe schaffen eine gute Atmosphäre in den inneren Erschließungsflächen. Das erdgeschossige Sockelgeschoss des Gymnasiums beherbergt alle allgemeinen Nutzungen. Die Fachräume, MINT, Kunst und Werken sind schlüssig organisiert. Die langen Flure werden durch die großzügigen Innenhöfe aufgelockert.

    Kritisch wird die große Distanz von Eingang und Aula gesehen. Die Aula weist eine angenehme Dimension in der Fläche auf. Räumlich kann die erdgeschossige Aula als Herzstück des Gymnasiums aber nicht vollständig überzeugen, eine größere Raumhöhe, bzw. Mehr-geschossigkeit wäre wünschenswert gewesen. Begrüßt wird die großzügige Verbindung der Aula zum Pausenhof. Der Bühnenbereich ist autark an der Aula angelagert und kann den Anforderungen der Nutzer gerecht werden. Die Ausrichtung des Speisesaals an den Innenhof überzeugt nicht, ein stärkerer Außenraumbezug wäre wünschenswert gewesen. Der Verwaltungs- und Lehrerbereich ist gut im 1. Obergeschoss organisiert. Räumlich attraktiv ist der zweigeschossige Lehrerbereich mit Lesegalerie.

    Die Jahrgangstufenbereiche weisen eine hohe räumliche Qualität auf. Die allgemeinen Lernbereiche sind großzügig mit Fassadenbezug als echtes Herzstück der einzelnen Jahrgangstufen ausgeformt. Die diesen Bereichen vorgelagerten Balkone sind gut nutzbar. Durch den linearen Zuschnitt der Jahrgangsbereiche weisen nicht alle Klassen den gleichen räumlichen Bezug zu der attraktiven Mitte auf.

    Die Magristrale zwischen den Klassentrakten entwickelt durch eine differenzierte Gestaltung einen zusätzlichen attraktiven Erschließungsbereich.
    Die Dachflächen über dem Erdgeschoss können als zusätzliche Pausenfläche genutzt werden. Die Sporthalle ist direkt an das Gymnasium angeschlossen, kann aber separat von der Schule erschlossen und genutzt werden.
    Das Flucht- und Rettungswegekonzept des Gymnasiums kann grundsätzlich funktionieren, in einigen Bereichen vor allem im 2.Obergeschoss besteht noch Optimierungsbedarf, z.B. durch Bypass-Lösungen.

    Die Fassaden aus Klinkermauerwerk sind für die Bauaufgabe angemessen gestaltet. Durch das verglaste Sockelgeschoss zeigt sich die Schule nach außen hin offen, in den oberen Geschossen weist die Fassade ein angenehmes Verhältnis von offenen und geschlossenen Flächen auf.
    Trotz der baulichen Nähe zur Grund- und Mittelschule stellen die Verfasser keine räumliche Verbindung her. Die Zufahrt zur Tiefgarage an dieser Stelle erscheint unglücklich und gefährlich situiert. Der Eingangsplatz im Süden erscheint mit den Fahrradstellflächen wenig einladend, der Pausenhof in der Fläche zu klein, da die Sporthalle von den Allwetterspielfeldern abgrenzt.
    Die umschlossenen Innenhöfe nutzen die Öffnung und Verzahnungsmöglichkeiten zum Park nicht. Die nahe am Ortspark situierte Sporthalle bildet eine harte, einengende Kante zum Park. Die aufgereihten Freiflächen mit den Hainstrukturen lassen den Versuch einer Verzahnung mit dem Ortspark erkennen.