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  • DE-24939 Flensburg
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-217861)

Wohnquartier Schwarzenbachtal


  • 3. Preis

    Freiraumverbindung, © Teleinternetcafe Treibhaus BJP

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerko Schröder

    Mitarbeit
    Nils Kreynhop

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus, Berlin (DE)
    Stadtplaner: BJP | Bläser Jansen Partner GbR, Dortmund (DE)

    Preisgeld
    3.600 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit reagiert im Norden auf die vorhandene Bebauung und geht im Süden auf den Naturraum ein. Das Ergebnis ist eine zentrale Quartiersachse mit Wasser als Gestaltungsthema. Die Achse schafft eine Ost‐West‐Verbindung, die einen guten Ansatz für die Quartiersentwicklung darstellt und gleichzeitig ein hohes Identifikationspotenzial mitbringt.

    Die kleinteilige Gliederung zwischen Freiraum und Stadtmasse wird begrüßt. Das Erschließungskonzept weist insbesondere bezüglich der Wegebeziehungen hohe Qualitäten auf. Die Anknüpfungspunkte an die bestehende Struktur und die Vernetzung mit dem Vorhandenen sind gelungen; es fehlt jedoch die nötige Sensibilität für die Einbindung des bestehenden Kasernengebäudes am Junkerhohlweg.

    Obwohl der Arbeit ein hohes Identifikationspotenzial bescheinigt wird, wird der zentrale Bereich entlang der Ost‐West‐Achse für die vorhandene Örtlichkeit als überdimensioniert betrachtet. Es wird eine Konzentration suggeriert, die diesem Ort eine zu hohe städtebauliche Bedeutung verleiht. Insbesondere die gewerblichen Nutzungen im Erdgeschoss sind in der Kompaktheit nicht nachvollziehbar und die vorhandene Dichte wird als nutzungsunrealistisch sowie konfliktanfällig gewertet. In der Folge wird eine Überplanung der Erdgeschosszone als erforderlich erachtet. Gleichzeitig erscheint die Tragfähigkeit der Erdgeschosszone ohne die gewerblichen Nutzungen nicht gegeben. Die gewerbliche Nutzung ist einerseits in der Innenzone nicht in der vorhandenen Dimensionierung wünschenswert, andererseits ist das Gebietszentrum ohne Gewerbeansiedlungen nicht lebensfähig.

    Das Konzept in Folge der ausführlichen Auseinandersetzung mit der zentralen Grünzone wird gewürdigt, jedoch wird die Wirkung in Hinblick auf die Entwicklung städtebaulicher Qualitäten in Frage gestellt.