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  • DE-65549 Limburg
  • 04/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-7278)

Erweiterung Adolf-Reichwein-Schule


  • 1. Preis

    Erweiterung Adolf-Reichwein-Schule, Limburg

    Landschafts- / Umweltplaner
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Sacker Architekten GmbH, Freiburg im Breisgau (DE)
    Designer: 3d fotoreal | Visualisierung & Graphik-Design im Raum, Buchenbach (DE)

    Preisgeld
    18.000 EUR

    Erläuterungstext
    Städtebau

    Das räumliche Ensemble aus dem neuen Erweiterungsbau und bestehender Adolf-Reichwein-Schule bildet einen klar definierten Raum, der sich nach Süden zur angrenzenden Erschließungsachse und den dahinter liegenden Schulgebäuden öffnet.

    Durch die Stellung des Neubaus erfolgt eine klare räumliche Abgrenzung des Schulhofes. Derbisherige, fast fließende Übergang von Schulhof zu Parkplatz- bzw. Erschließungsflächen wird
    aufgehoben und städtebaulich neu gegliedert. Der Hof wird gleichzeitig geschützter Schulhof, Vorbereich der Schulen und auch Veranstaltungsort.

    Erschließung

    Der ebenerdige Zugang zum Erweiterungsbau befindet sich unmittelbar gegenüber dem Haupteingang der Adolf-Reichwein-Schule und ist damit visuell und funktional direkt mit dem bestehenden Gebäude verbunden.

    Die bestehende Überdachung im hinteren Bereich des Schulhofes bildet ein gemeinsames Vordach von Alt und Neu, das Schüler und Lehrer beiin Wechsel zwischen den Gebäuden vor Witterungseinflüssen schützt.

    Der Weg südlich der Adolf-Reichwein-Schule bleibt als ErschIießungsachse erhalten. Durch die Stellung des Neubaus wird die Funktion des Weges als Verkehrssachse und die Abgrenzung zum
    Schulhof aber deutlicher sichtbar.

    Baukörper

    Der Neubau präsentiert sich als klar gegliedertes Gebäude, bestehend aus drei Gebäudeteilen:
    zwei massive Baukörper und eine dazwischen liegende, offen gestaltete Erschließungszone.

    Die beiden massiven Baukörper beinhalten die Funktionsbereiche des Schulbaus. Alle Klassenräume werden als klar gegliederte Räume mit gut abgestimmten Proportionen ausgeführt. Große Glasflächen sorgen für gute Lichtverhältnisse.

    Zwischen die Baukörper werden Betonstege als Erschließungsachsen gehängt, die an beiden Enden in brandgeschützte, gläserne Treppenhäuser münden. Der Erschließungsbereich soll nicht als Flurfläche sondern als gemeinsamer Raum verstanden werden, der durch große, geschossübergreifende Lufträume gute Lichtverhältnisse und spannungsreiche Blickbeziehungen zulässt.

    Aufgrund der insgesamt sehr kompakten Bauform und dem geringen Anteil an Erschließungsflächen sind innerhalb des Gebäudes kurze Wege und eine gute Erreichbarkeit aller Räume gewährleistet

    Behindertengerechtigkeit

    Durch die ebenerdige Anordnung des Eingangsbereiches und die konsequente Erschließung aller Geschosse mit einem behinderten-gerechten Aufzug sind alle Räume des Erweiterungsbaus für Rollstuhlfahrer t zugänglich. Die Vorgaben für barrierefreies Bauen wurden bei der Konzeption der Räume konsequent angewendet.

    Materialkonzeption und Konstruktion

    Die Tragkonstruktion des Gebäudes ist aus Stahlbeton, das Dach wird als Flachdach ausgebildet, mit der Möglichkeit große Flächen mit PV-Modulen auszustatten.

    Der Neubau erhält eine wärmegedämmte Außenfassade aus sand-gestrahlten Glasfaserbetonplatten. Die Tafeln aus mineralischen Rohstoffen verleihen dem Gebäude einen eleganten, eigenständigen Charakter und bieten die für den Schulbau notwendige Robustheit. Im Innenraum werden ausschließlich Materialien verwendet, die dem funktionalen Anspruch gerecht werden und durch gute Reinigungseigenschaften zur Nachhaltigkeit des Konzeptes beitragen.

    Kunst

    Die Planung sieht vor, den Erschließungsbereich als helles, geschossübergreifendes Gesamtkonzept auszuführen. Im Bereich der Lufträume bieten über drei Geschosse durchlaufende Wandflächen Raum für eine künstlerische Gestaltung. Kunst von Jugendlichen
    für Jugendliche bindet die Schüler in das Gesamtkonzept der Gebäudeplanung ein und erhöht die Akzeptanz. Denkbar wäre hier z.3. Graffiti - die besondere Kunstform der Jugend.

    Außenanlagen

    Das Gebäude wird behutsam in die bestehenden Strukturen eingesetzt. Lediglich in direktem Umgriff beeinflusst der Neubau den Bestand. Die neu gestaltete Hoffläche trägt dabei zur Attraktivierung des bestehenden Altbaus bei. Das vorhandene Gelände bleibt unverändert.





    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.