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  • DE-59077 Hamm, DE-59077 Hamm
  • 08/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-240540)

Neubau Haus der Begegnung Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul und Lessingschule


  • ein 3. Preis


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    Architekten
    weicken architekten, Unna (DE)

    Verfasser
    Christian Weicken

    Preisgeld
    1.330 EUR

    Erläuterungstext
    Entwurfskonzept
    Das heterogene Umfeld wird durch den Entwurf städtebaulich neu definiert: Der Neubau fungiert als Verbindung zwischen Gemeinde und Schule, erzeugt durch seine Anordnung einen neuen Kirchhof und begrenzt den Schulbereich ohne zu trennen. Es werden drei Kuben entwickelt, die durch Fassade und Ausrichtung Zuordnung und Funktionen zeigen. Die Stringenz der Körper fördert die Auffindbarkeit und Orientierung. Das zentrale Forum verbindet die beiden massiven Körper im Osten und Westen und ermöglicht verschiedenste Nutzungen und Raumanordnungen.

    Funktionalität
    Das Forum als Zentrum des neuen Hauses verbindet den neu entstandenen Kirchhof mit dem Schulbereich und dient auf Nord- und Südseite als Zugang. Der eingestellte Lichthof gliedert den großen Raum ohne Sichtbeziehungen zu verhindern und ermöglicht eine Teilung.
    Die Höhe der Riegel passt sich den Nutzungen an, auch in der Vertikalen wird das Forum betont, der Multifunktionsraum erkennbar und die Gruppenräume der OGS erhalten eine angemessene Kubatur.
    An diesen Großraum lagern sich die sonstigen Funktionen an. Die Säle werden direkt vom Forum erschlossen und sind mit diesem in unterschiedlichen Varianten zusammenschaltbar.
    Der Verwaltungsbereich wird in Verbindung mit dem Sekretariat am nördlichen Zugang angeordnet um kurze Wege zum Pfarrhaus und von der Kirche zu ermöglichen.
    Die Bereiche der OGS liegen mit eigenen Vorräumen im Südosten und orientieren sich zur Schule. Sie bieten einen direkten Zugang und einen geschützten Außenbereich.
    Säle und Küche bilden den westlichen Riegel, so dass sie in verschiedenen Raumvarianten mit dem Forum zusammen genutzt werden können. Der Essbereich (das Kirchencafe) kann im Herzen des Gebäudes mit Ausblick auf Kirche und Schule eingerichtet werden und wird auf kurzen Weg von der Küche erreicht.
    Durch die Anordnung der Innenräume entsteht eine große Variabilität von Raumgrößen und Nutzungen.

    Erschließung
    Der neue Kirchhof wird als Platz mit gemischtem Verkehr gesehen. Er soll mit Leben gefüllt werden und Aufenthaltsqualität entwickeln. Wegeverbindungen können frei entstehen und sind gleichberechtigt. Die Versorgung des „Haus der Begegnung“ wird über den Vorplatz und den westlichen Weg realisiert. Es wird vorgeschlagen die notwendigen Stellplätze an der Straße „An den Kirchen“ einzurichten.
    Über die Erschließungsstraße des Seniorenheimes können Stellplätze für Behinderte direkt am Gebäude erreicht werden. Von Süden wird das Gebäude fußläufig über eine großzügige Freifläche erschlossen. Ein neuer Fußweg entlang der Sporthalle verbindet das Gebäude mit dem Haupteingang der Schule. Fahrradstellplätze werden an beiden Eingänge des Forums geplant.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Grundriss folgt der äußeren Gliederung in 3 Gebäudebereiche, wobei das zentrale Forum von 2 massiven Baukörpern eingerahmt wird. Das so gebildete Foyer vereint die Funktionen der beiden Eingänge von Kirche und Lessingschule, Durchgang und zentralem Aufenthaltsbereich.

    Die Funktionalität der Grundrisse ist hierbei in guter Qualität gelöst. Dem Gedanken des Miteinanders der beiden Institutionen wird ausreichend Rechnung getragen, wobei jeweils eigene, abteilbare Bereiche ein störungsfreies Zusammenleben ermöglichen.

    Städtebaulich entsteht jedoch eine nicht zufriedenstellende Lösung. Insbesondere hat die zentrale Fassade, die wie die Baukörper in 3 Abschnitte aufgeteilt ist, den Mangel, dass sie den Platz zur Kirche nicht angemessen fasst. So entsteht durch das Heranrücken des östlichen Baukörpers an das Pfarrhaus eine den Gesamteindruck störende, beengte Situation, die der Größe des Gebäudes nicht angemessen erscheint und die Platzsituation abwertet.

    Die Umsetzung der Aufgabe ist im Bereich der Grundrissgestaltung gut gelungen, weist jedoch im äußeren Erscheinungsbild städtebauliche Mängel auf.

    Wirtschaftlichkeit: In der Wirtschaftlichkeit liegt die Arbeit im vertretbaren Bereich, bei den Kosten leicht über dem Mittelwert.


INFO-BOX

Angelegt am 16.08.2016, 11:04
Zuletzt aktualisiert 24.08.2016, 09:17
Beitrags-ID 4-126098
Seitenaufrufe 85

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