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  • DE-53113 Bonn, DE-53113 Bonn
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-234794)

Erweiterung des Stiftungscampus der Montag Stiftungen


  • 1. Preis

    Perspektive

    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Nikolai Hein, Clarissa Keitel

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Prof. Schmitz Architekten, Köln (DE)
    Visualisierer: werk3 architekturvisualisierungen, berlin (DE)

    Preisgeld
    28.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf besticht durch seine sensible, kreative und eigenständige Lösung. Er schafft einen neuen zentralen Campus, in dem er den Raum zwischen der Villa Prieger und der Villa Heckmann öffnet und die zwei Neubauten im westlichen Bereich platziert. Hierdurch entstehen vielfältig differenzierte Freiraumsituationen, die dem neuen Campus spannungsvolle Raumabfolgen verleihen und eine Öffnung zu den angrenzenden Grundstücken aufzeigen. Bemerkenswert dabei ist neben der Platzgestaltung mit ihren öffentlichen Funktionen unter anderem der neue Zugang zum Rhein zwischen Villa Heckmann und Villa Ingenohl, der aus einer vermeintlichen Enge einen überraschenden Moment der Konzentration kreiert. Hierdurch entstehen für die künftigen Nutzer abwechslungsreiche und überraschende Raumerlebnisse, die den Charakter des Entwurfs bestimmen.

    Die Körnung der neuen Gebäude nimmt die Maßstäblichkeit des Bestandes wohltuend auf und transformiert diese in eine eigenständige Architektursprache. Eine Priorisierung der Baukörper wird durch die geschickte Anordnung und Ausgestaltung der Kubaturen vermieden und respektiert so die Qualitäten des historischen Bestandes. Die skulpturale Gestaltung der Baukörper wirkt durch die polygonale Modellierung der Fassaden und Dachlandschaft angenehm zurückhaltend, dabei jedoch selbstbewusst und stark in ihrer Ausstrahlung.

    In auffälliger Übereinstimmung zur Qualität der Volumina entwickeln sich die Grundrisse. Die Zuordnung der einzelnen Wohneinheiten mit ihrer spezifischen räumlichen Konfiguration stellt eine spannungsvolle Auseinandersetzung zwischen Privatheit und Gemeinschaft dar. Dieses Thema bewährt sich in zahlreichen Varianten und unterstützt so die individuelle Vielfalt des Campus-Gedankens.
    Die Qualität der Baukörper, Grundrisse und räumliche Gestaltung des Entwurfs zeigen in ihrer Gesamtheit einen gemeinsamen Gedanken und eine Haltung auf, die in inspirierender Weise Raum für geistige und persönliche Entwicklung bieten.