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  • DE-30655 Hannover, DE-30167 Hannover
  • 08/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-240971)

Starterwohnen Körnerplatz


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner
    Lohaus · Carl · Köhlmos PartGmbB Landschaftsarchitekten · Stadtplaner, Hannover (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Architekten BKSP, Hannover (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die wohltuend zurückhaltende Fassadengliederung, die sich bei näherer Betrachtung auch einer gewissen Detailfreude hingibt, kehrt den erkennbar hohen Wohnwert im Inneren nach außen und ermöglicht einen emotionalen Zugang zu den dennoch knapp geschnittenen Appartements. Im Grundrisslayout fallen ähnlich gut geschnittene Wohnungszuschnitte mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen auf: Doppelappartements auf den Wohnebenen, größere "Atelier"-Wohnungen in den luftigeren Obergeschossen und kleine Starterappartements in den Basisgeschossen werden mit einem Angebot an Gemeinschaftsflächen on top verschnitten, das zum Aufenthalt auf einer großen, besonnten Dachterrasse mit Gemeinschaftsraum einlädt. Der Nachweis der nach NBauO behindertengerechten Appartements ist erbracht, die zugehörigen Stellplätze lassen sich in der Tiefgarage unterbringen. Wohnungszugänge können in ausreichendem Umfang als Abstellbereiche innerhalb der Wohnung deklariert werden und tragen damit zu kosteneffizientem Wohnen bei. Das Erdgeschoss überzeugt mit seiner sowohl im Hinblick auf den Grundriss als auch auf die Fassade gegebene Nutzungsflexibilität: Kitanutzung und anderweitige Nutzungen sind bei der Fassadengliederung und Grundrissdisposition gut vorstellbar. Der Müllbereich ist von außen zugänglich, direkt im Eingangsbereich funktional untergebracht. Stellplätze für Fahrräder und PKW werden in der 1. Ebene in ausreichendem Umfang nachgewiesen. Die vorgeschlagene Materialisierung in rotem Sichtmauerwerk mit Reliefqualität lässt den Baukörper zu einem „Sprungstein“ über die Schloßwender Straße hinweg zum Platz um die Christuskirche werden, enthebt damit das Körnerviertel seiner Insellage und bindet es auf unprätentiöse Art an die Nordstadt an. Der Abstandsproblematik zum Körnerviertel folgend entwickelt der Baukörper über dem vierten Geschoss einen maßstäblichen Rücksprung. Die übrigen Seiten sind ebenfalls unproblematisch. Das Gründungskonzept ist schlüssig und als ‚normales‘ Massivbauwerk wirtschaftlich umsetzbar entwickelt. Nachvollziehbar ist eine konsequente Abfangung des Bauwerks über dem kritischen Tunnelbereich durch eine überschaubare Pfahlgründung, wobei die tragenden Achsen z.T. durch sowieso vorhandene Bauteile (z.B. Außenwände TG) gebildet werden. Weitere Möglichkeiten der Kostenreduzierung bietet die vorgeschlagene kombinierte Pfahl-/Flächengründung. Die einfache und regelmäßige Gebäudestruktur, zusammen mit der Wiederholung der Fassadenelemente lässt insgesamt eine wirtschaftliche Bauweise erwarten. Dieser Eindruck wird leicht getrübt, weil die wünschenswerte Anordnung von Wohnungen zur Schloßwender Straße mit dem Platanenbestand vermutlich ein zweites Treppenhaus erfordern wird, da der zweite Rettungsweg von dort nicht über Anleiterung sicherzustellen ist.