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  • DE-30419 Hannover
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-153236)

Stadtteilzentrum und Stöckener Markt


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Energieplaner
    H2A - v. Heeren Habibi, Hannover (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ksw Kellner Schleich Wunderling, Hannover (DE)
    Landschaftsarchitekten: chora blau Landschaftsarchitektur, Hannover (DE), Hannover (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeichnet sich durch einen flachen, rechteckigen Baukörper aus, der mit dem Saal als kubische Überhöhung ein markantes Zeichen zum Stöckener Markt setzt.

    Der Vorschlag der abgesenkten Marktplatzfläche wird hinsichtlich einer Nutzbarkeit für den Markt kritisch bewertet. Die Erhaltung der Bestandsbäume scheint durch diese Maßnahme zweifelhaft. Die Anordnung der Stellplätze ist nicht nachvollziehbar.

    In die großzügige rechteckige Grundrissform werden zwei Atrien eingeschlossen: ein großzügiges Atrium als Vorbereich zum Markt und ein weiteres kleines Atrium als Pufferzone zum Hochbahnsteig.

    Mit der baulichen Fassung des großen Atriums wird das Stadtteilzentrum räumlich an den Marktplatz herangeführt, was als sehr positiv gewertet wird. Das Atrium bietet vielfältige Möglichkeiten der Bespielung und somit ein gutes Angebot für eine Außennutzung, obgleich die Kontrollierbarkeit des Freiraumes in Bezug auf Sauberkeit und Sicherheit als kritisch angesehen wird. Das kleine Atrium im Süden des Gebäudes ermöglicht eine ungestörte Orientierung der Gruppenräume Richtung Hogrefestraße.

    Das Material der Betonfertigteile und die warmen Innenmaterialen erzeugen eine angenehme Grundstimmung. Der Wechsel des Materials im Bereich der Saalüberhöhung bildet eine angenehme Auflockerung und strukturiert den Baukörper.

    Der Haupteingang an der nördlichen Stirnseite wird als kritisch angesehen, da hierdurch der Stadtteilladen erste Anlaufstelle für die Besucher wird und unnötig lange Wege im Inneren des Gebäudes entstehen.

    Der Saal ist gut proportioniert und kann zum Atrium geöffnet werden. Eine separate Nutzung des Stadtteilladens wird aufgrund der weit entfernten WC-Anlage als kritisch betrachtet. Der Bereich des Leckerhauses ist generell plausibel angeordnet, in seiner Binnenstruktur aber noch nicht optimal. Generell ist die Grundrissorganisation jedoch klar und sinnvoll. Die Anbindung an den Hochbahnsteig wird als interessanter Impuls gesehen.

    Der Entwurf überschreitet mit dem Lager und den Arkaden die Baugrenze, was eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erfordern würde.

    Die Baukosten liegen im mittleren Bereich, jedoch geringfügig über der gesetzten Grenze.
    Die Kostenansätze für die Atrien wurden hierbei noch nicht berücksichtigt. Der Passivhausstandard ist nach Einschätzung der Vorprüfung noch nicht erreicht.

    Insgesamt wird der Entwurf in seinem Ausdruck als angemessen für den Ort angesehen und
    besticht durch die qualitativ hochwertige Raumgliederung und Verzahnung von Außen- und
    Innenräumen.


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