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  • Anerkennung


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    Architekten
    MGF Architekten Mahler Günster Fuchs, Stuttgart (DE)

    Verfasser
    Prof. Jan Kliebe , Josef Hämmerl

    Mitarbeit
    Laura Klose

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ein langgestreckter eingeschossiger Baukörper bildet die Grundstruktur, er ist mit dem richtigen Abstand parallel an die Richard-Kapphan-Straße verortet. Daraus ergeben sich ausreichende Flächen für das Vorfeld und ein großer Freiraum für den Kindergarten. Diese Disposition wird positiv bewertet. Die räumliche Ausbildung des flachen eingeschossigen Baukörpers wird für die größeren Raumvolumen rhythmisch gegliedert, deren Vorsprünge den sehr langen Körper interessant unterbrechen und in "kindergerechte Proportionen" teilen. Diese höheren Kuben werden durch ihre richtigen Anordnungen zu den funktionalen Erdgeschossbereichen auf Nord- und Südseite gesetzt, sodass das Erscheinungsbild ein allseitiges Bild in der Außenlandschaft ermöglicht.

    Durch die lineare Anordnung des Entwurfes ist eine Erweiterung für das DAV-Gebäude in Richtung Westen im 2. Bauabschnitt leicht umsetzbar, ohne die zuvor gewonnenen räumlichen Qualitäten zu beeinträchtigen. Das Gebäude ist komplett barrierefrei erschließbar, denn alle Raumeinheiten - außer der Bereich U3 im 1. OG - liegen auf Erdgeschossniveau, dies gilt für den Hauptbereich des Kindergartens wie auch für den Bewegungs- und Gymnastikraum sowie der Boulder- und Kletterhalle. Durch die höheren Kuben, lassen sich die Raumeinheiten nach außen schön ablesen. Dagegen liegen die drei Eingangsbereiche ohne Definierung direkt in der eingeschossigen Fassadenfront. Der Kindergarten wird um einen großen Innenraum angeordnet. Leider wird dieser Raum in der Mitte durch Treppe, Aufzug und Garderobe für den gewünschten Bewegungsraum sehr eingeschränkt. Außerdem ist der schematisch eingestellte Eingang nicht einsehbar und beengt.

    Das 1. OG für die U3-Gruppe ist ähnlich aufgebaut, jedoch mit erheblichem Nachteil eines direkten Ausgangs in den Freibereich, denn dieser Ausgang im EG kollidiert mit den Ü3- Gruppen. Außerdem liegt der Freibereich zwischen dem Bereich der älteren Kinder. Gewünscht ist eine direkte Verbindung zum Bewegungsraum, dieser führt nur über einen langen Flur mit Überschneidungen im Mehrzweckgebäude zu diesem Raum. Der Mehrzweckbereich hat klare Grundstrukturen, die jedoch durch den langen Flur belastet ist. Boulder- und Kletterraum sollten zusammen liegen, diese jetzige Anordnung ist funktional nicht durchführbar.

    Wirtschaftlich liegt der Entwurf im optimalen Bereich, dies gilt für Kubatur und die Kosten der vorteilhaften und nachhaltigen Holzkonstruktion.

    Die angesprochenen Mängel lassen sich bei einer Umsetzung problemlos ändern, sodass die Arbeit als ein guter Beitrag für die geforderte Aufgabe gewertet wird.


INFO-BOX

Angelegt am 19.09.2016, 14:33
Zuletzt aktualisiert 05.10.2016, 10:44
Beitrags-ID 4-127953
Seitenaufrufe 107

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