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  • 1. Preis

    Perspektive Eingang, © h4a | bwb

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten, Stuttgart (DE), München (DE), Düsseldorf (DE)
    Architekten: bwb backeweberbleyle architekten, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    12.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser der Arbeit 1009 gliedern die unterschiedlichen Nutzungseinheiten Kita, Sport und Klettern in drei markante Baukörper und setzen diese selbstbewusst in die Auenlandschaft. Die Anordnung und Ausformulierung der einzelnen Baukörper trägt sowohl den Grenzen des Baufelds als auch dem Geländeverlauf Rechnung, bzw. entwickelt sich aus den städtebaulichen und landschaftlichen Randbedingungen. Es entsteht im Eingangsbereich eine schöne Platzsituation, die zum Gebäude hin führt. Zwischen den Baukörpern, also in den Fugen, werden der zentrale Eingangsbereich und die offene Bewegung zum Sportgelände geschickt angeordnet. Die Bewegungslandschaft unterstützt den markanten Charakter der Anlage und trägt bewusst zur Adressbildung bei.
    Der Kletterbereich mit seiner offenen Halle setzt ein klares Zeichen. Ohne diesen Bereich des DAV ist die Einrichtung zwar weniger, aber immer noch zeichensetzend.
    Die einzelnen Funktionen sind nicht nur in den Körpern ablesbar, sondern auch identisch schlüssig, funktional und spannend aufgebaut. Das offene Konzept im Kindergarten ist gut umsetzbar. Die Flexibilität der Arbeit in vier Betreuungsgruppen ist ebenso vorbildlich umsetzbar. Für U3 und Ü3 ist jeweils ein Bewegungsraum erreichbar (durch die versetzten Ebenen).
    Die Anbindung des Bewegungsraums an die Kita ist nicht optimal gelöst, da die Erschließung nur durch den zentralen Eingangsbereich möglich ist. Dass die Umkleiden auf verschiedenen Ebenen angeordnet sind, ist ebenfalls nicht optimal.
    Der Außenraum ist gut gegliedert und gestalterisch sowohl für den U3- als auch für den Ü3- Bereich getrennt und mit gemeinsamem Treffpunkt gut gelungen.
    Die Entscheidung, das Kleinspielfeld an die Straße nach Nordost des Baufeldes zu legen, ist schlüssig.
    Die Fassade mit Holzverschalung wird der Nutzung und Umgebung gerecht. Wohl proportionierte Fassadenausschnitte stützen die Gliederung des Baukörpers.
    Die Wirtschaftlichkeit der Herstellung liegt über der Vorgabe, aber im mittleren Bereich. Die kompakte Bauweise lässt auch einen wirtschaftlichen Betrieb erwarten.
    Kritisch zu beurteilen ist, dass im Bereich des Kita-Baukörpers im EG und OG die Grundrisse nicht übereinander liegen. Die Ausstülpungen im EG sind gestalterisch nicht nachvollziehbar und eher teuer umzusetzen.
    Insgesamt zeichnet sich die Arbeit dadurch aus, dass sie sehr spezifisch die Nutzungen an diesem Ort spannungsreich und qualitätsvoll umsetzt.