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  • 3. Preis


    Architekten
    yellow z urbanism architecture, Zürich (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Oliver Bormann Mario Abel Christoph Packhieser

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: lad+ landschaftsarchitektur diekmann, Hannover (DE)
    Verkehrsplaner: SHP Ingenieure GbR, Hannover (DE)

    Erläuterungstext
    Das Bahnhofsparterre gibt der Ankunft und Abreise in Detmold einen Platz und dem Entreé in die Stadt ein Gesicht. Gleichermaßen werden sämtliche Funktionen am Bahnhof auf einer einheitlich gestalteten Fläche gebündelt. Die Stadt gewinnt einen neuen Platz zum Aufenthalt und Verweilen sowie eine funktionsfähige Drehscheibe für den ÖPNV. Räumlich wird der Platz bestimmt von Bahnhofsgebäude und Fahrradstation sowie der neuen Lindenallee auf der Businsel des ZOB. Diese spiegelt in der Achse der Hermannstraße die wiederhergestellte Allee auf der Ostseite wieder und wird zum verbindenden Element wie innerem Rückgrat der beiden Hälften des Bahnhofsareals. Zudem stärkt diese Art Contrè-Allee die stadträumliche Verankerung des Bahnhofs über die Kastanienallee in der Hermannstraße mit dem Kaiser-Wilhelm-Platz.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit verleiht dem Bahnhofsvorplatz eine klare städtebauliche Ordnung, indem die Achsen der Hauptwegebeziehungen aufgenommen werden und auf dem zentralen Platz vor dem Kopfbau des historischen Bahnhofsgebäudes zusammenführen. Die Spiegelung der Allee der östlichen Bahnhofstraße auf die Westseite in den Bereich des neuen ZOB schafft Symmetrie und führt die Fahrgäste auf direktem Weg zu den als Mittelinsel ausgebildeten Bussteigen.

    Die räumliche Zuordnung der Funktionen ist gut gelöst und schafft direkte, kurzläufige Beziehungen. Der Haltestellenbereich mit dem transparent gestalteten Witterungsschutz fügt sich leicht in das Ensemble ein und stellt eine im Maßstab gut gelungene Ergänzung dar. Besonders gelobt wird die mittels weiterer Bepflanzung geschaffene räumliche und damit Aufenthaltsqualität des Wartebereiches.

    Die Unterführung der Bahnlinie auf der östlichen Bahnhofseite nimmt die
    natürliche Beziehung aus der Hermannstraße auf und verbindet die Stadtquartiere nördlich und südlich der Bahn. Unter Einhaltung der Vorgaben des Rahmenplans werden die Anforderungen hinsichtlich der Bussteige, der Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder grundsätzlich aufgenommen und erfüllt. Gegenüber der Auslobung fehlende Bussteige können durch eine Verschiebung des östlichen Anschlusses des ZOB in die Achse Hermannstraße geschaffen werden. Damit würde auch die Befahrbarkeit verbessert werden.

    Die Arbeit stellt insgesamt eine städtebaulich, gestalterisch und funktional gelungene Lösung dar, die durch einfache zu realisierende Elemente relativ wirtschaftlich umsetzbar wäre.