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  • DE-73728 Esslingen am Neckar, DE-64625 Bensheim
  • 09/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-244151)

Neubau am Bahnhofsplatz


  • ein 3. Preis

    Bahnhofsvorplatz, © KSP Jürgen Engel Architekten

    Architekten
    KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main (DE), München (DE), Berlin (DE), Braunschweig (DE), Beijing (CN) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauingenieure: Weiske + Partner GmbH Beratende Ingenieure VBI, Stuttgart (DE), Berlin (DE), Illerkirchberg (DE)
    Brandschutzplaner: Halfkann+Kirchner, Erkelenz (DE), Berlin (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    17.500 EUR

    Erläuterungstext
    Nördlich des Bahnhofsplatzes in Esslingen am Neckar entsteht ein multifunktionales Gebäude, das stadträumlich den Bahnhofsplatz und damit den Stadteingang neu definiert. Das Wettbewerbsgebiet liegt in der Esslinger Weststadt, die geprägt ist durch gründerzeitliche Blockrandbebauung. Durch den Neubau entsteht die Chance, das städtebauliche Karree, in dem sich das Planungsgebiet befindet, zu schließen. Im Norden wird die Raumkante Martinstraße aufgenommen, um den Straßenraum klar zu fassen. Im Osten steht das Gebäude parallel zu Berliner Straße und im Süden wird die Raumkante des historischen Gebäudes Fleischmannstraße 7 aufgenommen. Zum Denkmal Geschützen Gebäude selbst wird ein maßvoller Abstand von ca. 10m gehalten. So ergibt sich eine klare Adressbildung des Neubaus zum Bahnhofsplatz. Der Baukörper ist in drei L-förmige Gebäudeteile gegliedert. Dadurch entsteht eine angenehme Auflockerung im Straßenraum, im Inneren des Blocks bilden sich Höfe mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten, und zum bestehenden Parkhaus wird schlüssig angebunden. Zugleich erhält das Parkhaus eine attraktive Erschließung über den mittleren Hof von der Berliner Straße.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser der Arbeit 1186 gliedern den Baukörper entlang der Berliner Straße in drei Einheiten und reduzieren so die Massivität im Erscheinungsbild. Die Komposition der "Lochfassade" ist sorgfältig auch in ihrer vertikalen Entwicklung angelegt. Die Übertragung der Gliederungsstruktur auf die Innenhöfe erscheint schematisch.
    Der Vorschlag der Verteilung der Funktionsbereiche und deren Erschließung ist prinzipiell richtig gewählt. Die Anordnung der Treppenhäuser, eingerückt zur Berliner Straße, entlastet die Ladenfront im EG nachhaltig, zum Preis einer innenliegenden Vertikalerschließung.
    Die Lage von Bistro und Restaurant für das Hotel im Erdgeschoss ist richtig. Deren Trennung über die Erschließung reduziert die geforderte Flexibilität der Nutzung.
    Die Lage der Mobilitätsstation im Süden auf der Innenseite zum Denkmalbestand ist weniger gut auffindbar, die Rampe ins Untergeschoss deutlich zu kurz.
    Die Anbindung an das bestehende Parkhaus ist im Wesentlichen gegeben, die wichtige Bearbeitung der Dachaufsicht als 5. Fassade wird jedoch nicht vorgeschlagen.
    Der Zugang zum Parkhaus ausschließlich von der Südseite (hinter dem denkmalgeschützten Gebäude) wird den Anforderungen nicht gerecht.
    Die Lage von Büro- und Wohneinheiten zusammengefasst im nördlichen Gebäudeteil erscheint grundsätzlich richtig, allerdings mit teilweise kritischer Orientierung der Wohnungen nach den Himmelsrichtungen.
    Das vorgeschlagene Brandschutzkonzept wird im Wesentlichen den Anforderungen gerecht. Einzelne Stichflure sind zu lang.
    Der Vorschlag überzeugt durch seine Stringenz und Leistungsfähigkeit in der prinzipiellen Diskussion. In der Konsequenz wirkt sie in einzelnen Bereichen jedoch schematisch und wenig atmosphärisch.