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  • DE-99091 Erfurt, DE-99423 Weimar
  • 09/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-234872)

Außenanlage der Van-de-Velde-Bauten, Bauhaus-Universität Weimar


  • 1. Preis

    Perspektive Campuswiese, © capattistaubach Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Staubach , Tancredi Capatti

    Mitarbeit
    Thomas Steinborn, Maria Complova

    In Zusammenarbeit mit:
    Lichtplaner: studio dinnebier, Berlin (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf ist ein klarer und kraftvoller Versuch mit der Vergangenheit umzugehen.
    Gleichzeitig wird die gegenwärtige und zukünftige Funktionalität berücksichtigt.
    Die Gestaltung lässt die Kunstschule und die Kunstgewerbeschule gebührend zur Geltung kommen. Die Geschwister-Scholl-Straße wird in Ihrer originären Form erhalten und durch das verwendete Material ruhig und zugleich funktional gestaltet. Kritisch ist die Anordnung des Behindertenparkplatzes an der Marienstraße. Die Fläche vor der Kunstgewerbeschule wird als eine waagerechte, zur Kunstschule abgesenkte, Campuswiese strukturiert. Das großzügige Bankelement dient als Erinnerung an die Einfassung des Van-de-Velde-Gartens. Durch die Pflanzung weißer Frühjahrsblüher sollen die ehemaligen Gartenwege nachgebildet werden.
    Die sogenannte „Tree-Bühne“, d.h. die Fläche zwischen Hauptgebäude und Campus Office, westlich der Marienstraße 18, wird positiv beurteilt. Mindestens die vorhandene Linde sollte in Ihrer derzeitigen Form jedoch erhalten werden. Art und Höhe der Kronenansätze der neu zu pflanzenden Bäume ist zu überdenken. Die Sitztribüne an der Nordseite der sogennannten „Tree-Bühne“ bietet eine gut gewählte Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeit. Die Nähe des Baumhains zum Gebäude Marienstraße 18 wird kritisch gesehen. Ebenso der Rückbau der vorhandenen Mauer.
    Der reduzierte Einsatz von Oberflächenmaterialien erscheint gelungen.
    An der Rückseite des Van-de-Velde-Gebäudes wird eine stärkere Verbindung zwischen Werkstätten und Freiräumen angestrebt. Die Hofflächen werden einfach und multifunktional gestaltet, so dass die Bereiche durch die Studenten auf verschiedenste Arten genutzt werden können. Die Pflanzung eines Kiefernhains hinter der Amalienstraße 13 ist plausibel.
    Die vorgeschlagene Gestaltung der Fläche am Giebelende des Hauptgebäudes (Ideenteil) erscheint angemessen. Die Reaktion auf die Giebelseiten beider Gebäude ist ausreichend. Der Raum bietet einen Orientierungsort für Touristen und Besucher und stärkt gleichzeitig die bauliche Gebäudefassung. Das Raumkonzept ist jedoch noch nicht ausgereift. Bei Erhalt der am Hauptgebäude befindlichen Platane besteht weiterhin eine unklare Baumsituation.
    Die empfohlenen Oberflächenmaterialien sind robust und relativ wartungsarm. Sie sind für die Gestaltung einer Campus-Freifläche angemessen. Das vorgeschlagene Beleuchtungskonzept respektiert den historischen Kontext und unterstützt die derzeitige und zukünftige Nutzung.