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  • DE-65428 Rüsselsheim am Main, DE-65428 Rüsselsheim am Main
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-230187)

Areal Frankfurter Straße 41, Taunusstraße 11, Waldstraße 30


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: THALER LATSCH und Partner ARCHITEKTEN, München (DE)

    Preisgeld
    14.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Auf die vorgegebene Situation wird angemessen reagiert. Die neue Bebauung
    wird im Anschluss an die bestehenden Brandwände vorgeschlagen, wodurch
    das vorhandene innere Quartier auf adäquate Weise ergänzt wird. Die
    Maßstäblichkeit und Bauhöhe der bestehenden Umgebung werden
    eingehalten. Die derzeit aufgerissenen Straßenräume werden durch die
    vorgeschlagenen Lochfassaden in wohltuender Weise geschlossen. Auch hier
    fällt das Einhalten der im Straßenzug üblichen Fassadenhöhe positiv auf. Die
    Nutzungsverteilung im Grundstück, mit Studentenwohnen an der lauten
    Frankfurter Straße und dem Altenwohnen an der eher ruhigen Taunusstraße
    ist nachvollziehbar.
    Bei der Fassadengestaltung wurde auf die Orientierung zum öffentlichen
    Raum sensibel reagiert, indem geschlossene Klinkerfassaden vorgeschlagen
    werden. Somit wird der öffentliche Raum aufgewertet, und das Private
    gestärkt, indem Einblicke vermieden werden. Auch der Passant fühlt sich hier
    nicht deplatziert. Zu den Gartenbereichen werden vor der Glasfassade offene
    Holzregale vorgeschlagen, was zu guter Belichtung der Wohnräume und
    schönen Blickbeziehungen nach außen führt.
    Durch das Aufnehmen der sich aus dem Bestand ergebenden
    Gebäudeanordnung ergibt sich im Innern ein abwechslungsreicher Freiraum,
    der zum einen ein öffentliches Durchqueren zulässt, jedoch zum anderen
    eindeutig den Charakter eines haltöffentlichen Raums vermittelt. Der
    Freiraum hat ein klar erkennbares Zentrum, hier ist richtigerweise auch der
    Gemeinschaftsraum platziert. Bei der Nutzungszuordnung wird eine der
    Situation entsprechende Lösung gefunden, indem das übliche Muster von klar
    abgegrenzten privaten und öffentlichen Bereichen aufgelöst wird. Der
    öffentliche Raum geht fließend in halböffentliche und private Bereiche über.
    Dies entspricht der hier angesprochenen durchmischten Bewohnerschaft, die
    nicht dem üblichen Familienwohnen entspricht, in besonderem Maß. Um das
    zusammenhängende Freiraumkonzept nicht zu stören, wurde auf die
    geforderten 4 oberirdischen Parkplätze verzichtet.
    Mit 49 Wohneinheiten unterschreitet die Arbeit nur unerheblich die
    geforderten 50 Wohneinheiten.
    Bezüglich des Brandschutzes ist die Arbeit unproblematisch.
    Aufgrund der Herangehensweise und dem Umgang mit den
    Rahmenbedingungen kann diese Arbeit Vorbild sein für eine weitere
    Entwicklung des Quartiers.


INFO-BOX

Angelegt am 05.10.2016, 14:46
Zuletzt aktualisiert 10.10.2016, 16:44
Beitrags-ID 4-128745
Seitenaufrufe 170