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  • CH-8588 Zihlschlacht, CH-9220 Bischofszell
  • 09/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-244702)

Neubau Kindergarten Zihlschlacht


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Bauingenieure
    WaltGalmarini AG, Zürich (CH)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Müller Mantel Architekten, Zürich (CH)
    Architekten: Dario Wohler Architekt, Zürich (CH)
    Energieplaner: EK Energiekonzepte AG, Zürich (CH)

    Preisgeld
    8.000 CHF

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Neubau wird parallel zur Spielwiese südlich an die Hangkante gesetzt. Durch diese klare und präzise Situierung des langen Gebäudes wird die Spielwiesenebene klar gefasst und schafft den Nutzern Ausblicke zum Bergpanorama. Der schlichte, südseitig zweigeschossig erscheinende Bau fügt sich gut in das Dorfbild ein. Durch den aus der Mitte gerückten Giebel passt sich das schmale Gebäude vorteilhaft in die Böschung ein. Dem Kindergarten in der unteren Gebäudeebene ist ein grosszügiger Aussenraum vorgelagert.

    Ein öffentlicher Fussweg führt ab Sonnhalde ostseitig des Neubaus als Serpentine mit Treppenkurz-verbindungen zum oberen Eingang. Von dort wird ein direkter Weg zum Südeingang der bestehenden Schulanlage vorgeschlagen.
    Der obere Gebäudeeingang wird durch ein auskragendes Schutzdach markiert. Vom Windfang gelangt man rechts über einen grosszügigen Garderobenraum zur Bibliothek und den beiden Kleinräumen Logopädie und Sozialarbeit, geradeaus zum Kindergartenvorbereitungsraum und links zur internen Treppe, welche zum Garderoberaum des Kindergartens hinunter führt. Das ganze obere Geschoss lässt sich durch die nichttragenden Raumteilungen und den grossflächigen Fenstern optimal umnutzen. Darum sind die drei Kleinräume unverhältnismässig hoch und die nordseitigen Fenster der Nebennutzungen fragwürdig gross.
    Südseitig besteht für den Kindergarten ein zweiter Eingang. Das über die ganze Südfassade verlaufende Vordach schützt den Eingang und entschärft die Überhitzungsproblematik der vollflächigen Südverglasung. Der Vorbereitungsraum liegt auf der oberen Gebäudeebene. Alle übrigen Kindergartenräume sind sehr zweckmässig angeordnet. Die beiden hangseitigen Mauernischen mit zenitaler Belichtung lockern die Nüchternheit des Kindergartenhauptraums etwas auf. Trotz dieser Nischenbelichtung ist der Hauptraum im Verhältnis zu den benachbarten Räumen bescheiden belichtet. Der Lift erschliesst alle schulischen Räume und die Schutzräume im Unterschoss optimal. Somit lassen sich die Schutzräume ideal als Lagerraum nutzen.

    Die zweckmässig angelegten Aussenanlagen liegen übersichtlich vor der Fensterfront der Kindergartenräume. Die südseitige Eingangssituation Kindergarten bzw. Schulareal formuliert eine Platzsituation mit ansprechend gestalteten Spiel- und Aufenthaltszonen mit Sandanlage, Gartenbeeten, Vegetationselementen, Wiesenfläche und Hartplatz. Eine schöne gestalterische Idee ist die Fassung des Platzes durch Heckenelemente. Hergestellte Bezüge zur Strasse und Quartier Sonnenhalde erscheinen schlüssig. Entlang der Westfassade kann eine sanft abgestufte Geländemodellierung mit Pflanzbeeten überzeugen. Die verlangte Abgrenzung besteht aus immergrünen Heckenelementen, deren Ausformungen reizvolle Spielnischen bilden. Der Gerätepavillon und die Obstbäume verstärken die gute Einfügung des öffentlichen Gebäudes als Gegenüber der Wohnbauten ins Dorf. Da der Höhenunterschied zwischen unterer Erschliessung und Spielwiese etwas weniger als ein Vollgeschoss beträgt, musste zur Vermeidung grossflächiger Spielwiesenanpassungen das Kindergartengeschoss und die davor liegenden Aussenanlagen gegenüber der Sonnhalde leider etwas abgesenkt werden.

    Das kompakte und niedrige Bauvolumen verspricht zusammen mit den vorfabrizierten Holzkonstruktionen eine kostengünstige Baulösung. Die Dacheindeckung in Kupferwellblech ist hinsichtlich Umweltbelastung und die Fassadenverkleidung mit Sperrholzplatten bezüglich Dauerhaftigkeit unzweckmässig.
    Das Projekt zeichnet sich durch die Situierung des Gebäudes als klärender Abschluss der Spielwiese und durch die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes aus. Einige Räume sind gestalterisch bescheiden.


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