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  • DE-81925 München, DE-81667 München
  • 09/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-245177)

Baugebiet WA 6 im Planungsgebiet Prinz-Eugen-Park


  • ein 2. Preis Zur Realisierung empfohlen Nach Überarbeitung

    Perspektive Maria Nindl Platz, © luxfeld digital art / florian krieger architektur und städtebau gmbh

    Architekten
    florian krieger architektur und städtebau gmbh, Darmstadt (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Florian Krieger

    Mitarbeit
    Carmen Zischke, Marie Pacem, Jakob Klingenhöfer, Tobias Preuß, Miguel Martínez Sánchez

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner: grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb, Freising (DE), Hamburg (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Baukörper wird durch Rücksprünge, einem Attikastockwerk und eine punktuelle Erhöhungen der Attika gegliedert und rhythmisiert, die Fassade wird dadurch lebendig und angenehm proportioniert. Allerdings korrespondiert sie in einigen Teilbereichen nicht mit den dahinter liegenden Grundrissen. Badewannen und die Zwischenebenen der Treppenhäuser liegen teilweise hinter bodenbündigen Fensterelementen. Die eingestreuten weißen Putzelemente wirken in der ansonsten hochwertigen Klinkerfassade in der vorgeschlagenen versetzten Anordnung ein wenig beliebig.

    Die Entscheidung der Teilnehmer keinen öffentlichen Zugang zum Hof anzubieten und ihn bewusst vom angrenzenden Platz abzuschließen hat eine hohe Privatheit für die Bewohner zur Folge, wird aber im Gremium unterschiedlich beurteilt.

    Die Unterteilung des Hofes in einzelne „Zimmer“ und Aufenthaltsbereiche bietet viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für die Bewohner, führt aber in der Konsequenz zu einem kleinteiligen Flächenangebot, das den Hof etwas überfrachtet wirken lässt. Der Auslobung folgend wird auf ein Angebot gemeinschaftlicher Dachflächennutzung verzichtet, was von Teilen des Gremiums bedauert wird.

    Die Aufteilung der Läden funktioniert grundsätzlich gut. Die Zugangssituation der großen Einzelhandelsnutzungen über ein großzügiges gemeinsames Foyer ist richtig angeordnet, der Zugang zum Vollsortimenter über Eck müsste aber noch optimiert werden. Wünschenswert wären eine großzügiger dimensionierte Anlieferung, die ein unabhängiges Ein- und Ausfahren von 2 Sattelschleppern ermöglicht sowie eine zum Platz hin orientierte Gastronomie.

    Die größtenteils durchgesteckten Grundrisse sind gut geschnitten, allerdings sind die Küchen nicht – wie gewünscht - abtrennbar. Wohnungsgrößen und –schlüssel entsprechen den Vorgaben der Auslobung und versprechen eine gute Umsetzbarkeit. Der Schallschutz zur Cosimastraße wird über Kastenfenster und Loggien gewährleistet. Auch zum Innenhof versprechen die angebotenen Loggien eine gute private Aufenthaltsqualität.

    Die Anforderung nach nachwachsenden Rohstoffen ist noch nicht nachgewiesen. Insgesamt stellt der Entwurf einen gut realisierbaren und funktionierenden Beitrag dar. Das in München durchaus übliche Erscheinungsbild scheint aber für die Lage am zentralen Platz des Quartiers zu wenig spezifisch.