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  • LI-9494 Schaan, LI-9494 Schaan
  • 06/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-215949)

Neubau eines Feuerwehr- und Sammlungsdepot


  • 6. Rang 6. Preis


    Projekt
    JENGA

    Architekten
    J2M jeckel mayr metz architekten partgmbb, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Visualisierer: 3DWAY architectural graphics, München (DE)

    Preisgeld
    8.000 CHF

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der winkelförmige Baukörper liegt am nördlichen Rand des Areals. Die Erschliessung der Feuerwehr am ‚Undera Forst‘ ist getrennt von den rückwärtigen Parkplätzen. Von hier, im ersten Obergeschoss, erfolgt auch der Zugang des Personals und der Besucher. Dieses Erschliessungskonzept ermöglicht eine einwandfreie Organisation beider im Gebäude untergebrachten Betriebe.

    Der Entwurf nutzt geschickt die Topographie für die beiden unterschiedlichen Nutzungen aus. Das zweigeschossige Volumen der Feuerwehr liegt am ‚Undera Forst‘, während sich darüber, rechtwinklig dazu, das eingeschossig Sammeldepot befindet. Die beiden Volumen besetzen damit die Strassenecke und lassen den südlichen Teil des Areals frei.

    In den weiteren Etappen ist eine Aufstockung über dem Sammeldepot vorgesehen. Diese Erweiterung ist sowohl funktional wie volumetrisch aus dem städtebaulichen und architektonischen Konzept heraus gut nachvollziehbar. Eine weitere Etappe ist im südlichen Teil des Areals vorgesehen. Ein in der Höhenentwicklung mit dem nördlichen Gebäudeabschluss vergleichbares Volumen liegt parallel zur Industriestrasse. Zwischen diesen beiden Volumen spannt sich ein niedriger Gebäudetrakt. Dieser Abschluss des geplanten Areals, letztlich der gesamten neuen Gewerbezone, wird aus städtebaulicher Sicht in Frage gestellt. Die Jury erachtet einen strukturell aus dem Areal heraus entwickeltes Bauvolumen als Auftakt für die Gesamtüberbauung als richtiger und dem Ort angemessener.

    Auch die architektonische Umsetzung des an sich interessanten Konzeptes erscheint für die Funktionen des Gebäudes etwas forciert. Dieser Eindruck verstärkt sich vor dem Hintergrund des angedachten Endausbaues. Konstruktiv ist auf Grund der komplexen Überlagerung der Volumen mit einem aufwendigen Tragwerk zu rechnen, das u.a. auch die Flexibilität des Schaulagers einschränkt. Das aufwendige Tragwerk und die verhältnismässig grosse Oberfläche wirkt sich sowohl bei der Erstellung wie im Betrieb negativ auf die Wirtschaftlichkeit des Gebäude aus.

    Zusammenfassend liegen die Stärken des Projektes in der Organisation der beiden unterschiedlichen Nutzungen. Nicht überzeugen können die zu erwartenden Kosten im Betrieb und bei der Erstellung, die architektonische Umsetzung und der Endausbau in städtebaulicher Hinsicht.


INFO-BOX

Angelegt am 19.10.2016, 15:02
Zuletzt aktualisiert 27.09.2018, 14:12
Beitrags-ID 4-129393
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