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  • DE-88255 Baienfurt, DE-88255 Baienfurt
  • 10/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-230937)

Umbau / Erweiterung der Achtalschule


  • ein 3. Preis

    Blick vom Schulhof, © Bez + Kock Architekten

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Entscheidung des Verfassers das Gebäude B abzureißen und einen Neubau zu errichten ermöglicht es, den Stadtraum neu zu fassen. Die geschickte Setzung des dreigliedrigen Baukörpers bietet die Möglichkeit, differenzierte, ruhige Außenräume für die Jahrgangsgruppen zu gestalten.
    Kritisch gesehen wird allerdings der zu geringe Abstand zur Bestandsbebauung. Ungünstig erscheint auch die Adressierung des Gebäudes bzw. des Haupteingangs zur Ravensburger Straße über den schmalen Fußweg südwestlich des Gebäudes Ravensburger Straße 10.
    Der Verfasser schlägt eine konsequente Trennung der beiden Baukörper vor, eine Verbindung der beiden Bauteile ist nur über den offenen Pausenhof möglich. Dies wird aus funktionaler Sicht sehr kritisch gesehen. Für den täglichen Ablauf des Schulbetriebes ist eine direkte Verbindung der beiden Funktionsbereiche zwingend erforderlich, sodass hier ein erheblicher funktionaler Mangel aus Sicht der Schule besteht.
    Positiv gesehen wird die zusammenhängende Pausenhoffläche, die eine direkte Anbindung der Freiflächen an der Wolfegger Ach ermöglicht. Die Flächenvorgabe ist zwar eingehalten, allerdings wird Qualität und Nutzbarkeit durch die Lage zwischen den beiden 3-geschossigen Gebäuden eingeschränkt (Verschattung).
    Die funktionale Zuordnung der Fachräume in Bauteil A und die Gruppenräume / Klassenzimmer in den Neubau wird positiv bewertet.
    Die Grundrissorganisation des Neubaus im Erdgeschoss entspricht in vorbildlicher Weise den Vorgaben. Gut gelöst ist der Übergang vom geschützten Pausenhof in die gut proportionierte Aula und die musischen Bereiche. Gleiches gilt für die Anordnung der Bibliothek, die einen direkten Zugang zum Fusswegenetz an der Wolfegger Ach erhält. Die Mensa mit eigenem Aussenbereich ist dem Grünbereich richtig zugeordnet und erhält eine funktionale Andienung von der Ravensburger Straße.
    Die Dreigliedrigkeit des Neubaus ermöglicht es, dass den Jahrgangsstufen eigene Bereiche zugeordnet werden, die nicht als allgemeine Durchgangsflächen dienen. Dies wird sehr positiv bewertet und erleichtert den Schulbetrieb der Gemein-schaftsschule. Die Foyer- und Flurbereiche eigen sich durch ihre angemessene Grösse sehr gut für unterschiedliche Lernformen.
    In Bauteil A ist die Anordnung des Verwaltungsbereiches im Erdgeschoss richtig, allerdings sollte die Lage der einzelnen Funktionsräume (z. B. Sekretariat dem Eingang zugeordnet) verbessert werden.
    Sehr positiv gesehen wird der Vorschlag den naturwissenschaftlichen Räumen einen grosszügigen Dachgarten als Lern- und Aufenthaltsraum zuzuweisen. Ebenfalls positiv bewertet werden die separaten Ausgänge in den Freiraum auch aus den Obergeschossen über die gestalteten Aussentreppen.
    Die plastische und feingliedrige Gestaltung der Fassade des Neubaus bildet eine eigenständige, der Bauaufgabe „Schule“ angemessene Architektursprache. Allerdings steht diese im Kontrast zur Architektur des Bestandsgebäudes.
    Insgesamt bildet die Arbeit einen interessanten Beitrag zur gestellten Aufgabe, allerdings weist sie durch die konsequente Trennung der beiden Baukörper einen sehr starken funktionalen Mangel auf.


INFO-BOX

Angelegt am 24.10.2016, 13:44
Zuletzt aktualisiert 27.10.2016, 11:22
Beitrags-ID 4-129646
Seitenaufrufe 48